Zum Hauptinhalt springen

Die Salzequipen stehen bereit

Obwohl das Streusalz im letzten Winter knapp wurde, haben die Gemeinden im Oberland keine besonderen Massnahmen getroffen.

Von Marcel Vollenweider Die Räumungsequipen in den Oberländer Gemeinden sind gewappnet für den Wintereinbruch. Die Streusalz-Silos sind gefüllt, der Nachschub ist sichergestellt. In den beiden vergangenen Wintern war der Bedarf überdurchschnittlich gross. Das führte punktuell zu Versorgungsengpässen. Trotzdem haben die Verantwortlichen keine besonderen Vorkehrungen getroffen. Streusalzknappheit lässt sich heutzutage nämlich auch bei strengen Wintern weitgehend verhindern, wenn präzise gestreut wird. Die Technik mache dies möglich, sagt Ruedi Hotz, Strassenmeister und Werkhofchef in Rüti. Er habe trotz Knappheit in den letzten beiden Wintern nicht mehr Salz eingekauft als in anderen Jahren. Das Motto in Rüti lautet: Erst wenn ein Silo leer ist, wird Nachschub angefordert. Ähnlich tönt es auf dem kantonalen Werkhof in Pfäffikon, wo drei grosse Silos stehen, bis oben gefüllt mit Streusalz. Hier beziehen die Gemeinden Pfäffikon, Russikon, Fehraltorf, Hittnau und Wetzikon ihr Salz. «Diese 400 Tonnen reichen im Winterdienst nicht weit», sagt Betriebsleiter Beat Staubli. In einer durchschnittlichen Saison müssen die Silos bis zu dreimal aufgefüllt werden. «Wenn während einer Woche permanent Salz gebraucht wird, schwinden die Vorräte schnell.» Der Werkhof ist deshalb elektronisch mit der Rheinsaline Basel verbunden. Sobald eine bestimmte Menge aus den Silos gerieselt ist, wird dort automatisch Nachschub bestellt. Christoph Huber, der in Wetzikon als Leiter des Unterhaltsdiensts amtet, schätzt die geografische Nähe zum Werkhof Pfäffikon. «Wir beladen unsere grossen Fahrzeuge beim Kanton», sagt er. Wetzikon verfügt zudem im eigenen Werkhof über ein Silo, das 24 Tonnen fasst. Dort beziehen die Kleinfahrzeuge Streusalz. Diese kommen auf den Trottoirs zum Einsatz. Huber hat weitere 20 Tonnen Salz für den Alltagsgebrauch in Reserve. Dieses beziehen Schulhäuser oder das Spital bei ihm in Säcken. Mal 40 Tonnen, mal 250 Tonnen Rüti bunkert sein Streusalz in zwei 50-Tonnen-Silos. «Früher war in einem Silo Split gelagert», sagt Werkhofchef Ruedi Hotz, «doch diese Art der Intervention ist ökologisch unsinnig.» Er ist aufgrund der über die Jahre gemachten Erfahrungen der Ansicht, dass man mit 100 Tonnen durchaus durch den Winter kommen könne. Seine Leute hätten in milden Wintern auch mal nur 40 Tonnen Streusalz verbraucht, in extremen Wintern dagegen ganze 250 Tonnen. Angst vor einem Winter mit hohem Verbrauch ist auch in den anderen Gemeinden nicht auszumachen. Jene, die ihre Fahrzeuge im eigenen Werkhof beladen können, haben nicht nur den Vorteil eigener Reserven, sie sparen sich auch den Weg zu den Lagerstätten in den Werkhöfen von Pfäffikon oder im Betzholz. Und sollte es mit dem Streusalz mal wirklich knapp werden, dann werden die Einsatzprioritäten halt entsprechend angepasst.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch