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Die nächsten Spuren von Tihinens Nachfolger

Jorge Teixeira leitete mit seinem zweiten Saisontor den 2:0-Sieg für den FCZ gegen GC ein.

Von Peter M. Birrer, Zürich Der Sportchef setzte ein entspanntes Lächeln auf, die Personalie, mit dem er sich nach dem 2:0 gegen GC befassen durfte, gab ihm allen Grund zur Zufriedenheit. Fredy Bickel redete über Jorge Teixeira, den Portugiesen, der noch keine 24 Jahre alt ist und als Nachfolger von Captain Hannu Tihinen zum FCZ geholt worden war. «Wir hätten etwas verpasst, wenn wir ihn nicht verpflichtet hätten», sagte Bickel und zählte auf, was den neuen Abwehrchef auszeichnet: «Er ist durch und durch Profi, willensstark und keiner, der den Mittelpunkt sucht. Ich hoffe, dass er seine wohltuende Bescheidenheit nicht verliert.» Am Dienstag hatte Teixeira in Basel nur 13 Minuten gebraucht, um den Nachweis zu erbringen, dass er Tore nicht nur verhindern, sondern auch erzielen kann. Er sorgte nach einem Corner von Rodriguez für die Führung. Gestern fand wieder er als Erster die Lücke, diesmal schoss er das 1:0 für den FCZ in der 21. Minute und hinterliess seine nächsten Spuren. «Das gehört auch zu seinem Aufgabengebiet», sagte sein Trainer Urs Fischer, «im modernen Fussball sind die grossen, kräftigen Verteidiger bei Standards eine Waffe. Zwei Tore in zwei Spielen, das ist schön und gut. Nur hat auch er noch Luft nach oben.» Doch Fischer lobte Teixeira auch für seine Pflegeleichtigkeit: «Er ist ein feiner Typ, der sich bei uns sehr schnell zurechtgefunden hat.» Mit Ronaldo und Nani Teixeira rückte zur zentralen Figur im Letzigrund auf. Dabei ist der Mann aus Portugal nicht unbedingt gewohnt, als Torjäger awufzutreten. «Normalerweise bringe ich es auf drei Treffer pro Saison», sagte er, «meine Bestmarke liegt bei sechs in der zweiten portugiesischen Liga.» In seiner Heimat spielte er als Ju-nior bei Sporting Lissabon mit Cristiano Ronaldo und Nani, ehe sich die Wege trennten. Teixeira wurde kein Weltstar, um ihn bemühte sich nicht Manchester United. Er wurde abgeschoben, die 2. und 3. Liga Portugals waren seine be scheidene Bühne, der Abstieg frustrierte ihn. Er verliess sein Land, die Reise führte ihn später in die Anonymität Zyperns und nach Israel. Immerhin lernte er in dieser einen Saison bei Maccabi Haifa die Champions League kennen. Teixeira aber wollte weg, zurück nach Mitteleuropa, weil er den Traum eines Aufstiegs in eine grosse Liga immer noch träumt. Er landete beim FCZ, unterschrieb einen Vertrag bis 2014 mit dem Auftrag, als Abwehrchef aufzutreten. «Ich scheue mich nicht davor, Verantwortung zu übernehmen, ich kommuniziere gern mit meinen Mitspielern», sagte er, «aber wir dürfen nicht ungeduldig werden, wenn nicht alles sofort klappt, schliesslich ist die Innenverteidigung neu.» Um anzufügen: «Wir sollten nicht zu weit denken, dafür ist die Saison noch viel zu jung.» Kukuruzovics Entscheidung In seiner neuen Umgebung fühlt sich Teixeira wohl. Dieser Tage zieht er um vom Hotel in Uitikon nach Kilchberg in eine Wohnung. Jetzt besucht er auf Empfehlung von Tihinen einen Deutschkurs: «Das ist wichtig, um die Integration auch neben dem Platz zu beschleunigen.» Mit Teixeira leitete ein Neuling den Sieg ein, ein zweiter sorgte für die Entscheidung: Stjepan Kukuruzovic, 21-jähriger Kroate, gross geworden im Berner Oberland. Im Sommer wechselte er vom FC Thun nach Zürich und erfreute nun mit dem Auftritt gegen GC seinen Chef. «Kuki», so ruft Urs Fischer Kukuruzovic, «Kuki hat seine Sache ausgezeichnet gemacht.» Der Mittelfeldspieler, der nach der Pause Xavier Margairaz ersetzte, bezeichnete sein erstes Super-League-Tor als «Highlight meiner Karriere». Erträglicher macht das für ihn, dass er vorderhand nicht zum Stamm beim FCZ zählt: «Ich bin hier, um zu lernen und mich aufzudrängen. Aber ich lasse mich nicht verrückt machen.» Das 2:0 von Stjepan Kukuruzovic (rechts), gefeiert mit Hassli – «das Highlight meiner Karriere», sagt der Kroate. Foto: Schmidt (Key) Das 1:0 von Jorge Teixeira – der Portugiese findet sich beim FCZ bereits sehr gut zurecht. Foto: Schorrer (Foto-Net)

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