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Die Gemeinde übernimmt

Halten übernimmt ab 2010 die Flurgenossenschaft und erhält dadurch Bares und Bauland für rund 900000 Franken.

«Ein Beschluss zur Übernahme der Flurgenossenschaft durch die Gemeinde ist – wenigstens für uns – noch wichtiger als die heutige Bundesratswahl», sagte Gemeindepräsident Eduard Gerber an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung in Halten. Die Geschichte der Flurgenossenschaft sei eine lange, die ihren Anfang in den Vierzigerjahren mit der Güterregulierung und den Entwässerungen der Felder genommen habe. «Bereits 1953 übernahm die Gemeinde den Bau und den Unterhalt der Wege, geblieben sind die Drainagen», meinte Gerber rückblickend. So sollen nun alle Aktiven und Passiven an die Gemeinde übergehen. Sinnvolle Abtretung Zur besseren Beurteilung hat die Flurgenossenschaft auf den 30. Juni 2009 einen Zwischenabschluss gemacht. «Neben einem Eigenkapital von mehr als 110000 Franken ist noch das Grundstück GB Halten Nr. 71 von rund 3600 Quadratmeter Bauland im Betrag von 780000 Franken vorhanden, sodass die Gemeinde Werte von rund 900000 Franken übernimmt», sagte Eduard Gerber. Vorher wird die Flurgenossenschaft noch zwei Parzellen Landwirtschaftsland im Umfang von etwas über 10000 Quadratmeter verkaufen und zwar an die zwei bisherigen Pächter. Die Abtretung der Flurgenossenschaft an die Einwohnergemeinde mache Sinn, findet auch Erwin Schnyder, Präsident der Flurgenossenschaft. Sie könnten das Bauland zwar auch selber verkaufen. «Es würde uns dienen, wenn wir dagegen Landwirtschaftsland erwerben könnten, als Genossenschaft ist uns das vom Gesetz her nicht erlaubt», sagt Schnyder. Unterhaltspflicht Die Gemeinde übernimmt aber auch Pflichten, diese werden im Flurreglement festgehalten. Es ist dies der Unterhalt der Entwässerungsanlagen mit den Haupt-, Sammel- und Saugerleitungen mit den dazugehörenden Schächten. «Wir rechnen mit Aufwänden von 20000 bis 30000 Franken im Jahr», sagte Gerber weiter. Natürlich gelte das gleiche ebenfalls für den Bau von neuen Drainagerohren. Und nicht zu vergessen ist das Flurdenkmal, das die Gemeinde mit einer Fläche von 23 Quadratmetern ebenfalls übernimmt und das an die grossen Güterzusammenlegungen und Meliorationen vor über 60 Jahren erinnert. Im neuen Reglement steht: «Der Gemeindewegmacher kontrolliert, reinigt und unterhält das Flurdenkmal und seine Umgebung regelmässig». Die Gemeindeversammlung genehmigte die Übernahmevereinbarung und das Flurreglement einstimmig. Das Geschäft muss allerdings noch zwei weitere Hürden nehmen. Zuerst muss die Versammlung der Flurgenossenschaft zustimmen, danach erfolgt die Genehmigung durch den Regierungsrat. Walter Morgenthaler >

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