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Die Allmendkorporation Horgen verteuert die Schulhaus-Vorlage

Die Planung eines neuen Schulhauses in der Horgner Allmend sorgt für rote Köpfe. Besonders die komplizierte Landbeschaffung verwirrt.

Horgen. - Die Leserbriefspalten sind vor dem Abstimmungswochenende vom 27. September gefüllt, die Argumente für und wider liegen offen, und doch mag etwas verwirren: Alle Parteien sind für die Vorlage und die Rechnungsprüfungskommission (RPK), in der sie alle vertreten sind, dagegen. Aus Sicht der RPK gebe es Möglichkeiten, günstiger zu einem neuen Schulhaus zu kommen, erklärte RPK-Präsident Urs Niggli (SP) die ablehnende Haltung der Kommission. «Die RPK hat die schulischen Aspekte und Sachzwänge weniger berücksichtigt, als dies in der Parteibasis jeweils gemacht wird.»

Walter Bosshards letzter Kampf

Walter Bosshard (FDP) engagiert sich in seinem letzten Abstimmungskampf als Horgner Gemeindepräsident mit voller Kraft für die Vorlage. «Das Geschäft ist mir wichtig», sagt Bosshard. Er lud am Dienstag zu einer Besichtigung des Ortes und einer Information aus erster Hand ein. Gut 40 Stimmbürger fanden den Weg auf die Allmend. An der Zahl hielten sich Befürworter und Gegner des Geschäfts die Waage.

Bosshard erläuterte detailliert und ausführlich die Vorlage, ihre Entstehung und ihre Stärken und Schwierigkeiten, die es bei der Beurteilung zu würdigen gilt. Er sei überzeugt, dass es sich um eine «sehr gute Vorlage» handle. Innerhalb der Rahmenbedingungen habe man das Beste herausgeholt.

Schulraum ist dringend nötig

Irene Schneider (SVP) vertrat als Schulpräsidentin die Seite der Schulkinder, die nach dem neuen Volksschulgesetz mehr Schulraum bekommen müssen. Und sie erläuterte die demografischen Untersuchungen. Für die nächsten Jahre ist demnach mit einem stark wachsenden Bedarf an Schulräumen zu rechnen.

Landkauf wäre günstiger

Walter Bosshard räumte ein, das Geschäft könnte für die Gemeinde günstiger abgewickelt werden. Vorausgesetzt, die Allmend-Korporation Horgen (AKH) würde das Land an die Gemeinde verkaufen statt im Baurecht abgeben, wie es jetzt vorgesehen ist.

Die AKH müsste dazu ihre Statuten ändern, wozu sie laut Bosshard nicht bereit ist. So ist die Gemeinde gezwungen, das Land im Baurecht zu übernehmen. «Kurzfristig ergibt das eine tiefere Belastung als ein Landkauf. Langfristig wird es aber eindeutig teurer», sagte Bosshard. Dies ist der einzige Haken, den Bosshard an der letzten Vorlage findet, die er in der Gemeinde durchbringen will.

Als normal schaut es der Gemeindepräsident hingegen an, dass der Baurechtszins direkt an die Teuerung gebunden ist. «Viel ungünstiger wäre es, den Zins an die Steigerung der Bodenpreise zu binden, weil diese erfahrungsgemäss überproportional steigen.»

Mit seinen Ausführungen an der Informationsveranstaltung nahm der Horgner Gemeindepräsident Bosshard die Fragen der Kritiker vorweg.

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