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Der Zweijahresplan verpflichtet die Jets zum Aufstieg

Die Kloten-Bülach Jets wollen sich von der NLB verabschieden. Zwei tschechische Zuzüge sollen die Promotion möglich machen. Konkurrent Bülach Floorball hat indes bescheidenere Ziele.

Unihockey. - Die NLB-Saison 2009/10 kann kommen. Für die Kloten-Bülach Jets ist die Vorbereitung optimal verlaufen. In den Testspielen haben sie mit überzeugenden Leistungen bewiesen, dass sie bereit sind. Und auch im Cup gaben sie sich keine Blösse und siegten gegen den Zweitligisten Winterthur United mit 8:4 standesgemäss. Damit haben sie die Achtelfinals erreicht. Dort wartet mit SML-Vertreter Chur allerdings ein harter Brocken. «Wir hoffen, dass der attraktive Gegner viele Zuschauer anziehen wird», sagt Sportchef Mario Scherrer und ergänzt: «Wir sind sportlich nicht chancenlos.»

Die Zuversicht rührt unter anderem daher, dass den Unterländern kurzfristig ein Transfercoup gelang. Mit Peter Salat verpflichteten sie einen Spieler, der noch vor zwei Jahren in der höchsten tschechischen Liga auf dem Feld stand. «Er wird in der Offensive für viel Druck sorgen», glaubt Scherrer. Eigentlich hatte der 24-jährige Salat den Sommer über mit Rychenberg trainiert, das in der höchsten Spielklasse zum erweiterten Kreis der Favoriten gezählt werden darf. «Offenbar haben es die Winterthurer nicht geschafft, ihm eine Arbeitsstelle und eine Wohnung zu beschaffen. Uns ist das in kurzer Zeit geglückt», freut sich Scherrer.

Schweizer mit Durchschlagkraft

Neben Salat steht neu auch dessen Teamkollege vom FBC Liberec, Vojtech Zilka, im Dienste der Unterländer. «Er spielt ein solides NLB-Niveau», weiss Scherrer. Neben den Ausländern konnten auch erfahrene Schweizer unter Vertrag genommen werden. Zusätzliche Offensivpower verspricht sich Scherrer von Rückkehrer Andreas Sigrist (Grasshoppers) und Benjamin Reusser, der von Rychenberg zu den Unterländern wechselte. In der Defensive bieten die Neuverpflichtungen Dominik Dürst (Dietlikon) und Florian Steffen (Bülach Floorball) mehr Möglichkeiten für taktische Veränderungen.

Mit den neuen Spielern will Scherrer den Zweijahresplan der Kloten-Bülach Jets umsetzen. In der Spielzeit 2008/09 sollte die Spielkultur des damals verpflichteten Trainers Heikki Luukkonen übernommen werden. «Das ist gelungen», meint Scherrer. In dieser Saison will er nun höher hinaus: «Der Plan beinhaltet, dass wir jetzt aufsteigen.»

Bülach Floorball will Rehabilitation

Für die NLB-Spieler von Bülach Floorball heisst es vor der anstehenden Saison in erster Linie: vergessen. Vergessen, dass man im Cup bereits im Sechzehntelfinal an Underdog Waldenburg aus der 2. Liga gescheitert ist - und zwar gleich mit 3:6. Denn die schwierigen Partien stehen dem Team von Trainer Janne Aaltonen erst bevor.

Am Samstag um 18 Uhr fällt für die Unterländer der Startschuss zur neuen Spielzeit in Sargans. «Früher war Sarganserland bekannt für sein Konterspiel. Mittlerweile ist es offensiv stärker geworden. Wir müssen deshalb vorsichtig ans Werk gehen», sagt Aaltonen, der Neue an der Seitenlinie. Die ersten 20 Minuten müssten sich seine Spieler daher erst herantasten. Das Ziel ist es, möglichst wenige Treffer zu kassieren. Der Finne glaubt, dass das gelingen wird. «Wir sind defensiv stark. Ich will nicht mehr als drei Gegentore pro Spiel entgegennehmen müssen», sagt Aaltonen und fügt an: «Wir müssten dann aber vier Tore schiessen, sind jedoch vorne noch nicht so stark.»

Der 36-Jährige ist bereits auf der Suche nach neuen Offensivkräften, die er in der Transferphase im Winter verpflichten könnte. Nach Gründen, warum dies nicht bereits vor dem Saisonstart gelungen ist, muss Aaltonen nicht lange suchen: «Wir haben mit der alten Kasernenhalle in Bülach unattraktive Bedingungen zu bieten. Hinzu kommen die Trainingszeiten.» Diese müssten sie aufgrund der Auslastung sehr spät ansetzen.

Drei Cracks von GC konnten diese Umstände nicht abschrecken. Sandro Benz, Nicolas Camenzind und Nico Nater tauchen neu auf der Kaderliste von Bülach Floorball auf. «Wir arbeiten mit GC zusammen. Die Spieler, die für die höchste Liga noch nicht bereit sind, sollen sich bei uns langsam an das Niveau gewöhnen», erklärt Aaltonen. Am Samstag müssen aber zumindest die anderen Akteure bereit sein, damit sich die Cup-Blamage in der Meisterschaft nicht wiederholt und der angestrebte Playoff-Platz erreicht wird.

Trainer Heikki Luukkonen will mit den Kloten-Bülach Jets nach oben.

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