Zum Hauptinhalt springen

Der UHC Uster gibt sich wieder angriffig

Die vergangene Saison mit Pleiten, Pech und Pannen ist aus den Köpfen gewichen. Trotz Abstieg manifestierte sich bei den Oberländer Spielern eine Aufbruchstimmung.

Unihockey. - Die Ankunft des schwedischen Trainers Tomas Eriksson symbolisiert bei Uster den Neuanfang. Erstmals in der Geschichte verpflichtete der Verein einen Ausländer hinter der Bande - dies trotz der Relegation nach fünf Jahren aus der höchsten Schweizer Spielklasse SML. Mit dem in Nänikon sesshaft gewordenen Eriksson angelte sich der Klub einen Meistertrainer, der als Assistent in seiner Heimat mit AIK Stockholm sowohl das Championat als auch den Europacup gewinnen konnte. Nicht nur, weil der 36-Jährige in seinem früheren Leben Koch gelernt hat, dürfte künftig wieder mit grösserer Kelle angerührt werden.

«Mit Eriksson hat ein frischer Wind Einzug gehalten», bestätigt Christoph Widler, Captain des Fanionteams. Dank ihm kann aber auch die Vergangenheit ruhen gelassen werden. «Er hat nichts von unserer schwierigen letzten Saison mitbekommen und ging deshalb ganz unbelastet an die Sache heran.»

Captain ungewollt in neuer Rolle

Einen aber hat die Vergangenheit trotzdem eingeholt: Nachdem der 24-jährige Widler schon die komplette zweite Meisterschaftshälfte 2008/09 verpasst hatte, rechnet er in dieser Spielzeit wohl mit gar keinem Einsatz. Die letztjährige Knieverletzung war zwar ausgeheilt, der Oberländer konnte nach einem Aufbautraining die Vorbereitung mit der Mannschaft mitmachen. Doch beim eigenen Vorbereitungsturnier um den Ustermer Cup verdrehte er sich das Knie erneut und riss sich nach dem Kreuzband den Meniskus. Nächsten Montag wird er operiert. Aufgrund dieser wenig rosigen Aussichten gibt Widler sein Amt als Captain demnächst ab, bringt sich aber von der Seitenlinie aus in anderen Funktionen ein.

Dennoch weiss Widler Bescheid über die klare Zielsetzung: «Obschon wir gar keine Worte darüber verlieren, kann diese nur Wiederaufstieg lauten.» Mit der Modusänderung (siehe Kasten; Punkt längere Abstiegsserie) steigen die Chancen für diese Mission eher, obschon bis zu einer allfälligen Promotion mehr Partien zu bestreiten wären. Von offizieller Vereinsseite aus gibt man sich vorsichtiger. «Ob die angestrebte Rückkehr in die SML eine realistische Vorgabe ist, wird sich weisen. Denn es sind noch Fragezeichen auszumachen», heisst es in einer Mitteilung.

Mit ganz neuen Ideen versuchte Eriksson, die junge Equipe, die nach dem Abgang der vier ausländischen Verstärkungen und weiterer Leistungsträger mit eigenen Nachwuchskräften besetzt wurde, auf die Aufgabe einzustellen. «Er reichert das Training mit ausgefallenen Übungen an, die er teilweise von anderen Sportarten adaptiert», berichtet Widler. So wurden in der Vorbereitung auch Spielformen aus dem Landhockey oder Eishockey übernommen. Ab Samstag kommen die Ustermer aber wieder nur mit Unihockey weiter. Und da setzt der Coach aus dem Hohen Norden auf einen aggressiven und aufsässigen Stil. Wie das Kollektiv, soll auch das System nach und nach reifen und variantenreicher werden. (bud)

1. Doppelrunde. Am Samstag: Uster - Iron Marmots Davos (Buchholz, 20.00). - Am Sonntag: Zug United - Uster (Stadthalle Herti, 19.00)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch