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«Der Titel hätte eindeutig Simone Niggli zugestanden»

Sport AwardsDie Sieger der Sportlerwahl 2010,TA vom 13. Dezember Glamourgirls bevorzugt. Was braucht es, um Sportlerin des Jahres zu werden? Anscheinend ist es vor allem wichtig, dass man hübsch, fotogen und während des Jahres permanent in den Medien, insbesondere den Illustrierten, präsent ist. Wie sonst ist es zu erklären, dass eine Frau Sportlerin des Jahres wird, die international keine Medaille errungen hat und dabei eine der besten Sportlerinnen hinter sich lässt, die die Schweiz je hatte und die 2010 immerhin mehrere Weltmeistertitel erkämpft und zudem den Gesamtweltcup gewonnen hat. Ariella Kaeslin ist zugegeben eine sympathische junge Frau, dennoch hätte dieser Titel eindeutig Simone Niggli zugestanden, aber sie ist halt kein Glamourgirl. Es ist aber nicht das erste Mal, dass es unverständliche Entscheide gab. Ich erinnere mich zum Beispiel an den Sieg von Tom Lüthi (eine Eintagsfliege) vor Roger Federer im Jahre 2005. Max S. Wild, Regensdorf Äpfel mit Trauben verglichen. Als Hobbysportler kann ich diesen jährlichen, diskriminierenden Blödsinn nicht mehr mit ansehen. Man vergleicht ja auch nicht den Geschmack von Äpfeln mit Trauben, Himbeeren oder Zwetschgen. Wie vermutlich viele andere Fernsehzuschauer übe ich verschiede Sportarten – Ski alpin, Langlauf, MTB und Tennis – in der Freizeit auch selbst aus und kann deshalb Unterschiede beurteilen. Die meisten wissen, dass viele Sportarten sich zum Teil stark unterscheiden (von der Leistungsbereitschaft, die Spitzensportler auf höchstem Niveau immer aufbringen müssen, einmal abgesehen). Wäre es nicht an der Zeit und fair, angesichts der gewachsenen Anzahl von Sportlern von internationalem Ruf in der Schweiz über die Bücher zu gehen und einfach die jeweils Besten ihrer Sparte als Sportlerin und Sportler des Jahres zu wählen und entsprechend zu ehren? Es gäbe dann vielleicht fünf bis acht Sportler mit diesem Titel. Das wäre doch eine viel zeitgemässere Lösung. Fritz Velten, Nendeln «Wäre es nicht fair, einfach die jeweils Besten ihrer Sparte als Sportlerin und Sportler des Jahres zu ehren?» Simon Niggli belegte hinter Ariella Kaeslin den zweiten Platz.Foto: Walter Bieri (Keystone)

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