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Der Steinadler brütet im Jura

Ein Vogelkenner entdeckte zufällig einen besetzten Steinadlerhorst im Jura. Nun ist dort sogar ein Jungvogel entflogen.

Dieser Fund kommt einer kleinen Sensation gleich: Es ist die erste Brut eines Steinadlers im Jura seit über 150 Jahren. Historische Quellen berichten von letzten Steinadlerhorsten im Berner und im Solothurner Jura um 1820 und bis um 1850 im Westschweizer Jura sowie im angrenzenden Frankreich, teilte die Vogelwarte Sempach am Donnerstag mit. Als «Räuber» getötet Damals galt der Steinadler als «verderblicher Räuber» und wurde gezielt – nicht selten am Horst – abgeschossen. Auch in den Alpen verfolgte man die Tiere, doch dort überlebten sie die Ausrottung. Inzwischen spricht man im Alpenraum gar von einer Sättigung des Bestandes. In den vergangenen Jahren flogen deshalb immer wieder einmal junge Steinadler aus dem Alpenraum bis in den Jura, wo sie gebietsweise auch geeignete Lebensbedingungen vorfinden. Normalerweise kehren die Jungadler mit der Geschlechtsreife aber wieder in den Alpenraum zurück, um sich dort zu paaren. 1994 liess sich zum ersten Mal ein Paar im französischen Südjura nieder und brütete dort seither mehrmals erfolgreich. Ort des Horstes ist geheim Die jetzt entdeckte Brut liegt im Deutschschweizer Jura, weit weg vom ersten Horst im Südjura entfernt. Weil Steinadler auf Annäherungen während der Brutzeit empfindlich reagieren, macht die Vogelwarte Sempach keine genauen Ortsangaben zum gefundenen Horst. Sie erwartet in dieser Gegend jedoch weitere Bruten in den kommenden Jahren. sda>

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