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Der soziale Mix wird zum Dauerthema

Kommentar Von Peter Meier Die scheinbar ins Uferlose wachsenden Boden- und Wohnungspreise an der Zürcher Goldküste haben eine weitere unschöne Seite: Die Gegend, die seit je wohlsituierte Leute angezogen hat, droht schleichend zum Reichen-Ghetto zu werden. Bei Mietpreisen von knapp unter oder bis weit über 1000 Franken pro Zimmer stehen Leute mit sogenannt mittelständischen Einkommen zusehends vor verschlossenen Türen. In dieser Situation lässt es aufhorchen, wenn mit Küsnacht und Erlenbach gleich zwei Seegemeinden an der Urne eine Lanze für ein verstärktes kommunales Engagement beim Bau kostengünstiger Wohnungen brechen. In beiden Gemeinden haben über 60 Prozent der Stimmberechtigten mit klarer Mehrheit grünes Licht für verstärkte Aktivitäten der öffentlichen Hand beim sozialen Wohnungsbau gegeben. In Küsnacht sollen im Gebiet Hüttengraben rund 70, im Erlenbacher Sandfelsen immerhin zwei Dutzend Wohnungen gebaut werden, deren Mietkosten den heute gängigen Marktpreis deutlich unterschreiten werden. Das Abstimmungsergebnis zeigt, dass sich nicht mehr nur Behördenvertreter Gedanken und zunehmend auch Sorgen über die einseitige Zusammensetzung der Dorfbevölkerung machen. Das Thema könnte zum politischen Dauerbrenner werden.

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