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Der Poller, der Autofahrer vorwarnt

Unfälle durch Poller sollen ein Ende haben. Die Jacot des Combes AG hat nun einen Poller mit mehr Warnsystemen entwickelt.

Es kracht, und plötzlich hat der Automobilist einen Poller im Auto. So erging es dem Autofahrer, der Ende August in Solothurn in eine Strasse einbiegen wollte und sein Auto vom ausfahrenden Poller beschädigt wurde. Zahlreiche weitere Fälle sind in Bern geschehen, wo Poller fälschlicherweise aus ihrer Versenkung gefahren sind, als ein Fahrzeug darüber fuhr. Auch in Biel hat ein Poller bereits einigen Automobilisten den Zutritt zum Gelände ohne Vorwarnung verweigert. Vor dem Bieler Strandbad ist es schon zu mehreren Fahrzeugschäden durch den Poller gekommen. Elektronische AlternativeDie Jacot des Combes AG aus Biel verkaufte bis vor drei Jahren Poller. Als die Probleme mit den Pollern immer häufiger wurden, war für Michel Torrigiotti, Geschäftsführer der Jacot des Combes AG, klar, dass es Handlungsbedarf gibt. «Eine Variante war der Rückzug aus dem Geschäft. Eine andere war, selbst etwas Besseres zu entwickeln», erklärt Torrigiotti. Der einzige Hersteller von Pollern in der Schweiz entwickelte zu den hydraulischen oder pneumatische Pollern aus dem Ausland eine elektronische Alternative. Der Poller der Jacot des Combes AG ist mit einem Anwesenheitssensor ausgerüstet. «Nähert sich dem Poller etwas Metallisches im Umkreis von einem Meter, blockiert ein Sensor das Ausfahren des Pollers, oder er versenkt sich wieder.» Um die Sichtbarkeit zu erhöhen, blinken weisse Lämpchen sowohl beim Ausfahren und Absenken des Pollers. «Unser Poller «Novapoll» benötigt zudem keine Drainagen mehr. Das Konzept ermöglicht die Einhaltung der Umweltnormen gegenüber hydraulischen Systemen, welche den Boden mit Ölaustritten verschmutzen können», erklärt Torrigiotti, der seit fünf Jahren Geschäftsführer der Unternehmung ist. Zurbuchen zweifelt Beim «Novapoll» der Jacot des Combes AG sieht Reto Zurbuchen, Leiter Projektierung und Realisierung der Stadt Bern, aber Probleme: «Unsere «Problempoller» sind in hochfrequentierter Umgebung mit Parkplätzen, Anlieferungen und Fussgängern. Da ist andauernd etwas Metallisches in der Nähe, das der Sensor erfassen könnte», so Zurbuchen.Marcel Habegger/bt >

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