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Der neue Spitaltrakt erinnert an ein Hotel

2500 Besucher schauten sich am Tag der offenen Tür im neuen Westtrakt des Spitals Zollikerberg um. Auch andere Abteilungen stiessen auf Interesse.

Von Alexandra Falcón Zollikon – Am meisten interessierte sich die Bevölkerung am Tag der offenen Tür für den neuen Westflügel im Spital Zollikerberg. Er beherbergt eine Rehabilitationsklinik. Die RehaClinic Zürich AG, eine Tochtergesellschaft von RehaClinic mit Hauptsitz in Zurzach hat sich eingemietet und wird Patienten ab dem 5. Dezember die Rehabilitation direkt im Spital ermöglichen, aber auch ambulante Patienten betreuen. Ausserdem beherbergt der neue Flügel des Spitals eine chirurgische Station für Allgemein- und Halbprivatversicherte sowie eine separate Privatstation, die beide am 1. Januar 2012 in Betrieb genommen werden. «Wie in einem besseren Hotel» Dass am Sonntag 2500 Besucher durch die Flure des Spitals schlenderten, interpretierten die Verantwortlichen als Zeichen, dass das Bedürfnis für eine im Akutspital integrierte Rehabilitation vorhanden ist. Das neue Therapiezentrum im Erdgeschoss des Westflügels bietet in neuen Räumlichkeiten für die Patienten medizinische Trainingstherapie und ist der Öffentlichkeit als Fitnesscenter zugänglich. Dazu kommt ein Therapiebad, das von RehaClinic betrieben wird. Auf drei weiteren Stockwerken befinden sich jeweils 23 helle und hochmoderne Zimmer mit Balkonen zum grünen Park hin. «Wenn ich mal operiert werden muss, dann am liebsten hier», sagte ein älterer Herr, der die Räumlichkeiten inspizierte. «Das ist ja wie in einem besseren Hotel.» Informationstafeln gaben Einblick in Rehabilitationsmassnahmen und Tipps für den Alltag. Beliebte Gesundheitstests Auf grosses Interesse stiessen die von Fachleuten betreuten Tests der Rehabilitationsklinik, wo man sich zwar nicht auf Herz und Nieren, aber doch auf Rückenleiden oder seine Beweglichkeit prüfen lassen konnte. Eine 59-jährige Dame beeindruckte Physiotherapeut Christian Preschke sowie ihre Freundinnen: Problemlos fasst sie im Sitzen ihre Zehen, setzte sich ohne Zuhilfenahme der Hände auf der Pritsche auf, berührte im Stehen elegant mit der halben Handfläche den Boden, ohne die Knie zu beugen, und stellte ihren Rücken im Hebetest unter Beweis. «Sie sind eine glatte Null», lobte Preschke, «und das ist hier das Beste.» Das Geheimnis der agilen Dame: Yoga und mit dem Hund spazieren gehen. «Deshalb wollte sie den Test doch machen», sagte eine Bekannte. «Weil sie wusste, dass sie alles locker kann.» Wer sich nach dieser Darbietung nicht so recht traute, konnte ganz für sich die Übungen auf den Informationstafeln ausprobieren, an einer Pilates-Schnupperlektion teilnehmen oder seine Leistung auf dem Velo unter Beweis stellen.Interessantes boten auch die verschiedenen Abteilungen des Spitals. Informationen über Krankheiten, Verletzungen und medizinische Eingriffe aus erster Hand, Vorträge und Präsentationen liessen kaum eine Frage offen. Eine ältere Dame befühlte das Endoskop für eine Magenspiegelung, dann liess sie sich zeigen, wie man die Biopsiezange für die Entnahme von Gewebeproben anbringt und hörte schliesslich mit Freude, dass die Patienten heute für den Eingriff sediert werden. «Das ist schon ein Segen», sagte sie. Kinder spielen Chirurgen Auf kleine Besucher wartete ein Kinderparcours. Sie übten, Verbände anzulegen, versorgten in OP-Kluft ein verletztes Bäbi oder versuchten sich im Spiel «Doktor Bibber» als Chirurgen. Hochkonzentriert führte ein Kindergärtler die Pinzette, um dem «Patienten» Organe oder Fremdkörper zu entfernen, ohne diese wieder fallen zu lassen oder an den elektronischen Patienten zu stossen, der sich bei jeder Berührung bemerkbar machte. «So ist es lässig», meinte der Bub. «Aber für später ist das glaube ich nichts.» Zum Glück bleibt dem jungen Mann bis zur endgültigen Berufswahl noch eine Menge Zeit. Bildlegende. Foto: Vorname Name (Agentur)

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