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Der Nachtzug nach Rom ist gar nicht nötigDie Blumen mit dem starren Blick

Zürich – Im Dezember 2009 haben SBB und Trenitalia den Nachtzug von Zürich nach Florenz und Rom eingestellt, was die Kantonsräte Lars Gubler (Grüne, Uitikon) und Peter Reinhard (EVP, Kloten) sowie Kantonsrätin Françoise Okopnik (Grüne, Zürich) noch immer nicht verwunden haben. Sie forderten deshalb den Regierungsrat mit einem Postulat auf, sich bei den SBB für die Wiedereinführung dieser Nachtzugverbindung einzusetzen. Diese sei äusserst beliebt und oft sehr gut ausgelastet gewesen, schreiben sie zur Begründung. Zudem verursache die Zugfahrt sechsmal weniger CO2-Ausstoss als der Flug nach Rom. In seiner Antwort schreibt der Regierungsrat, dass sich der Zürcher Verkehrsverbund jeweils im Rahmen des nationalen Fahrplanverfahrens für einen attraktiven internationalen Fernverkehr einsetze, dass letztlich jedoch die SBB die Verantwortung hätten und den Fernverkehr wirtschaftlich und ohne Subventionen betreiben müssten. Die SBB beziffern den jährlichen Verlust des Nachtzuges nach Rom auf 3 bis 4 Millionen Franken. Seit 2002 habe sich die Nachfrage nahezu halbiert. Gründe sind die starken Schwankungen bezüglich Qualität im Zug, die täglich vier Direktflüge der Swiss und die verbesserten Tagesverbindungen. Dank dem Bau von Hochgeschwindigkeitsstrecken in Italien dauert die Fahrt nach Rom heute nur noch 7½ Stunden; mit dem Gotthard-Basistunnel ab 2017 wird es eine Stunde weniger sein. Dank dieser attraktiven Tagesverbindung sei es den Reisenden möglich, auch ohne Nachtzug und doch umweltschonender als mit dem Flugzeug nach Rom zu gelangen. (jr) Foto: Doris Fanconi Es gibt Leute, die fühlen sich von Sonnenblumen beobachtet. Andere denken sofort an Mayonnaise. Man kann sich aber beim Zoo oben auch nur schlicht am Gelb erfreuen. (jr)

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