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Der Leader in Sachen Strafpunkte

In einer Rangliste setzte sich der FC Wädenswil schon nach einer Meisterschaftsrunde ab: Das Team von Urs Fritschi hat am meisten Strafpunkte auf dem Konto. Das ist ungewöhnlich.

2. Liga regional. - Urs Fritschi ist kein aufbrausender Trainer. Der Trainer des FC Wädenswil steht am Spielfeldrand und beobachtet das Geschehen meist ruhig. Für seine Anweisungen an die Spieler wählt er motivierende Worte.

Am letzten Sonntag gegen Wollishofen (1:1) war dies anders. Der Schiedsrichter brachte Fritschi und seine Spieler auf die Palme. Aus Sicht der Wädenswiler piff der Unparteiische einen Abstoss statt Eckball, drückte bei Fehleinwürfen beide Augen zu und hielt Schwalben für Fouls. Das Resultat: zwei rote Karten gegen den FC Wädenswil wegen Reklamierens. Eine gegen Fritschi, eine gegen Spieler Rocco Gambera. «Ich wollte ihn nach der ersten gelben auswechseln, doch der Schiedsrichter kam mir zuvor», sagt Fritschi.

Kein Verein in der regionalen 2. Liga hat nach einer Runde so viele Strafpunkte auf dem Konto wie Wädenswil. Das ist untypisch für das Team. Es zählt normalerweise zu den fairsten. Auch Fritschi hat «relativ selten» solche Matches erlebt. Er hofft, dass die Busse des Verbandes bald bei ihm eintrifft, damit er dieses Spiel abhaken kann.

Erhobenen Hauptes an die Chilbi

Heute empfängt Wädenswil auf der Beichlen die Mannschaft aus Siebnen. Für Fritschi ist klar, dass nun statt Karten drei Punkte her müssen. «Das ist unser Ziel», sagt er.

Die Absteiger aus der 2. Liga interregional müssen zudem mit einer neuen Rolle umgehen lernen: «Wir sind die Favoriten, zumindest in den ersten Spielen.» Die Mannschaft hat sich vorgenommen, mit Selbstvertrauen auf den Platz zu gehen. «Wir versuchen unsere Stärken auszuspielen», sagt Fritschi. Für ein Team wie Siebnen sei es ein Traum, gegen Wädenswil gewinnen zu können. Ein Traum, der laut Fritschi nicht Realität werden darf.

Seine Spieler wollen nach dem Spiel auch erhobenen Hauptes die Wädenswiler Chilbi besuchen können. Vor einem Jahr, in der 2. Liga interregional, wurde die Partystimmung des FC Wädenswil noch von einer 0:9-Schlappe gegen Brühl getrübt. Fritschi sagt nur: «Das war ein anderer Gegner und eine andere Liga.»

BILD PAOLO FOSCHINI/ARCHIV Wädenswil sah schon zweimal rot.

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