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Der Kreiselfrosch der Fasnächtler hat eine Heimat gefunden

Das ging schneller als erwartet. Schon am Tag nach der Eröffnung des neuen Kreisels im Uetiker Kleindorf hat ein Frosch den leeren Platz besetzt.

Von Christian Dietz-Saluz Uetikon – Noch am Dienstagnachmittag hiess es an der Einweihung des neuen Kleindorfkreisels in Uetikon, dessen Gestaltung sei noch ungewiss. Darum ist die Bevölkerung aufgerufen worden, Ideen und Vorschläge zu liefern. Im März beurteilt eine Jury die Vorschläge (TA von gestern). Doch als sich gestern der Morgennebel lichtete, lachte bereits ein Frosch aus der Mitte des Kreisels. «D’Chreiselfrösch dankäd», steht auf einem Schild. Die Uetiker Chreiselfrösch organisieren an der Fasnacht jeweils die grosse Party in der Turnhalle. Zuletzt feierte der Verein seinen zehnten Geburtstag. Zum Jubiläum widmete ihm damals der Uetiker Schnitzelbänkler Schnupftruckli einen Vers: «D Wält isch eifach ungerächt, d Chreiselfrösch tüend das bewiise, ich singe ietze 16 Jahr, und die händ nach 10 scho die erschti Krise. Für mich gits kei offizielli Würdigung, aber für die, ganz im Vertraue, tuet de Gmeindrat als Jubiläumsgschänk en nöie Chreisel baue.» Eine Nacht-und-Nebel-Aktion Jetzt haben die Chreiselfrösch Besitz von «ihrem» Kreisel genommen. Hinter dem Pseudonym Schnupftruckli steckt nämlich niemand anderes als der parteilose Uetiker Gemeindepräsident Urs Mettler. Den freut die Aktion: «Wir hatten recht an der Fasnacht. Der Gemeinderat schenkt dem Verein zum Zehnjährigen einen neuen Kreisel.» Der Holzfrosch mit Dankesgruss ist in mehreren Abendschichten seit Ende September entstanden. «Acht Leute haben daran gebaut», sagt Marcel Hafner, Vizepräsident der Chreiselfrösch. Aufgestellt wurde die Installation zu später Stunde in einer Nacht-und-Nebel-Aktion. «Wir wissen nicht, wie lange der Frosch im Kreisel bleiben kann, wir hoffen einfach, dass er nicht mutwillig zerstört wird», sagt Hafner. Spätestens dann, wenn der «echte» Kreiselschmuck seinen Platz beansprucht, werde der Frosch das runde Feld räumen müssen. Bis dahin erfüllt er punktgenau den Vereinszweck der Uetiker Chreiselfrösch: Leben ins Dorf bringen. Vor zwei Tagen noch war der Kreisel leer. Jetzt haben ihn die Chreiselfrösch für sich beansprucht. Foto: Christian Dietz-Saluz

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