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«Der Ansturm ist vorüber»

Der Lauterbrunner Märit fand zum 83.Mal statt – trotz Bundesratswahl

«Ich hole mir jedes Jahr zwei Sachen am Lauterbrunner Märt», sagte die Bäuerin aus Wengen. Sie fand aber nur noch einen der beiden Marktfahrer, denen sie seit Jahren vertraute. Wer an rund 34 Ständen nicht fündig wurde, fand sein Glück vielleicht am Flohmarkt. Um 10 Uhr war es ausgesprochen still im Dorf. «Der erste Ansturm ist vorüber. Die Käufer kommen wieder. Es läuft gut», lobte der Textilhändler aus St.Gallen. Ab 11 Uhr mischten sich Schüler unter die internationale Kundschaft. «Als Kind freute man sich aufs Weihnachtskind und Examen, auf den Osterhasen, 1.August und Märt», schrieb der Grindelwalder Samuel Brawand im Buch «Nah Fyraben». Für die Lauterbrunner Kinder war eher das Gratis-Karussellfahren etwas Besonderes, für Erwachsene vielleicht die Zwiebelzöpfe der Gärtnerei. Und Luftballone sind längst nicht mehr nur kugelförmig. Einst in Zweilütschinen «Den Lauterbrunner Märt gibt es seit etwa 1927 – damals am Mittwoch nach Bettag», weiss «Fänder-Fritz» von Allmen. Vorher habe man den Jahrmarkt in Zweilütschinen besucht – gemeinsam mit Grindelwaldern, erklärt Fritz von Allmen weiter. Nach dem Bergtod von fünf jungen Bergsteigern aus dem Lauterbrunnental am Bettag 1956 wurde der obligate Tanzanlass abgeschafft. Der Viehmarkt beim alten Schulhaus war einmal. Marktchefin Annelies Ronner zählte am Mittwoch sieben Stände weniger als 2008 – und konstatierte keinen Besucher-Rekord. Ferdinand Waespe>

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