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Den Erben bleibt noch einiges

Erbschaftssteuer Neuer Anlauf auf nationaler Ebene. – TA vom 29. März Keine Doppelbesteuerung. Sollte die Erbschaftssteuer beim Erblasser erhoben werden, so haben die Gegner recht: es würde zweimal dasselbe Steuersubjekt besteuert, was mir nicht korrekt scheint. Fällt die Erbschaftssteuer dagegen bei den Erben an, handelt es sich um zwei verschie-dene Steuersubjekte, und die Steuer ist absolut in Ordnung. Das Argument, das Geld sei ja schon mal versteuert worden, fällt dann weg. Sonst müssten ja auch Lottogewinne nicht besteuert werden, denn das Geld, das da zusammenkommt, wurde auch alles schon mal versteuert. Im Übrigen wird das meiste Geld mehrmals besteuert, ohne dass sich jemand darüber aufregt: Ich bezahle mit meinem versteuerten Geld den Handwerker, der damit Löhne zahlt, die wiederum versteuert werden müssen, und wenn die Lohnempfänger einkaufen, zahlen die Händler, bei denen sie gekauft haben wiederum Steuern usw. Bei einer Erbschaftssteuer von 25 Prozent verbleiben nach vier sukzessiven Erbgängen immer noch 31,6 Prozent des Vermögens. Es ist keineswegs alles weg, wie Leser Bruno Bänninger im Leserforum vom 31. 3. schreibt. Ruth Leuzinger, Zürich AHV-Finanzierung als Köder. Obwohl die Befürworter wissen, wie schwierig es ist, eine «gerechte» Erbschaftssteuer zu erheben, da die meisten Erben Immobilien erben oder bei reichen Bürgern das Geld im Geschäft oder anderen langfristigen Anlagen steckt, ködern sie das Volk mit der AHV-Finanzierung. Das gegnerische Argument, dass bereits versteuertes Vermögen nochmals besteuert wird, geht beim Volk unter, da uns entweder die Erbschaftssteuer persönlich nur geringfügig trifft oder wir noch jung sind und es noch viele Jahre dauert, bis wir erben. Und man tut ja was Gutes damit: Man finanziert die AHV. Machen wir eine Rechnung: Die maximale AHV-Rente liegt aktuell bei 2320 Franken pro Monat. Diese Rente erhält, wer 40 Jahre lang gearbeitet und im Schnitt 6310 Franken pro Monat (13 Monatsgehälter; 82 000 Franken p. A.) verdient hat. Alles, was darüber abgeliefert wurde, ist nicht relevant und geht direkt in den AHV-Topf. Wer alle AHV-Abzüge bei 2 Prozent Jahreszins hätte anlegen können, würde bei jeder Versicherung etwa 3100 Franken pro Monat erhalten. Lebt die Person noch 15 Jahre, hat die AHV ihr also 140 000 Franken gestohlen. Oder anders gesagt: Die betreffende Person hat pro Jahr 2000 Franken an die AHV gezahlt, ohne dafür eine entsprechende Rente zu erhalten. Wäre es da nicht sinnvoller, die AHV «gerechter» zu machen, statt weitere Steuern dafür zu bezahlen? Wernher Kurz, Rickenbach

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