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Das Trio Montin versüsst milden Sommerabend

Beim 2.Hünegg-Konzert dieser Saison servierte das Trio Montin dem Publikum eine gelungene Mischung selten gehörter Werke.

Die Kammermusikkonzerte im Schloss Hünegg in Hilterfingen, welche seit Jahren dreimal jährlich vom Verein Freunde des Schlosses Hünegg veranstaltet werden, erfreuen sich grosser Beliebtheit. Bis auf den letzten Platz war der Salon des Schlosses besetzt, als das Trio Montin mit Christine Ragaz, Violine, Brigitte Fatton, Violoncello, und Rosemarie Burri, Klavier, am Freitagabend das zweite Hünegg-Konzert dieser Saison bestritt. Zu hören gab es vier sehr unterschiedliche Klaviertrios. Der Abend wurde mit einem frühen Klaviertrio (G-Dur) von Claude Debussy eröffnet. Der damals 18-Jährige zeigt in diesem 1880 komponierten Werk bereits impressionistische Ansätze und beweist besonders im zweiten Satz viel Witz, den das Trio Montin gekonnt und keck hervorhob. Es folgten das Klaviertrio in C-Dur KV 548 von W.A. Mozart, ein Klaviertrio (3 Quadri) von Sandor Veress und zum Schluss wieder ein Frühwerk, nämlich das Klaviertrio in Es-Dur Opus 1 von Ludwig van Beethoven. Veress war der Höhepunkt Für die Vortragenden war die Komposition von Veress der Höhepunkt des Konzertes, und musikalisch war sie es auch. Konzentriert, präzis und mit Hingabe spielten sie das Werk über drei Gemälde des einstigen Lehrers Ragaz’ und Burris. Die Mehrheit des Publikums war dankbar für die beiden klassischen Werke, obwohl vor allem bei Beethoven vereinzelt Unsicherheiten zu hören waren. Mozart und Beethoven bildeten einen gelungenen Kontrast zu den zwei eher neueren Stücken, vor allem zu Veress. Das Konzert gefiel, trotz eines für diesen Rahmen eher langen Programms. Auf einen wunderschönen Sommerabend oberhalb des Thunersees setzte das Trio Montin das Sahnehäubchen drauf.Miriam Schild>

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