Zum Hauptinhalt springen

«Das gibt dir einen Komplex»

GC-Geschäftsführer Marcel Meier erklärt, wieso der Rekordchampion im Nachteil ist und die Perspektiven trotzdem meisterlich sind.

Mit Marcel Meier sprachen Ueli Kägi und Thomas Schifferle, Niederhasli Diese Frage stellt sich nicht. Die Aufgaben des Sportchefs sind bei uns bewusst auf verschiedene Personen verteilt, auf Alain Sutter, Ciriaco Sforza und Mathias Walther. Walther ist zuständig für die Nachwuchsplanung und das Spielermanagement. Er weiss ganz genau, ob wir in zwei Jahren einen guten linken Aussenverteidiger zur Verfügung haben. Wir planen von unten konsequent bis oben, deshalb brauche ich den Nachwuchschef in diesem Gremium. Alain Sutter kommt von aussen, hat keine Abhängigkeiten und bringt eine neutrale Sicht mit ein. Und daneben haben wir selbstverständlich den Cheftrainer. Sehr zentral. Wir brauchen einen Trainer, der das kann, was Sforza kann: mit Jungen jeden Tag die mühsame Arbeit auf dem Platz machen. Sforza ist genau der richtige Mann zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort. Er hat enormes Charisma und enorme Energie und engagiert sich gigantisch für diesen Verein. GC hat die Ausgaben seit der Saison 2009/10 von deutlich über 20 Millionen Franken auf budgetierte 15,5 Millionen für diese Spielzeit reduziert. Das sagt Marcel Meier. Damit erinnert er daran, dass der Klub in der Vergangenheit weit mehr Geld ausgab als die kommunizierten rund 16 Millionen. Entsprechend waren auch die Verluste: Sie betrugen nicht nur 4 bis 5, sondern um die 10 Millionen. In der laufenden Saison betrifft der höchste Ausgabenposten die 1. Mannschaft, die inklusive Trainer, Staff, Spielersaläre und Reisen rund 7 Millionen Franken kostet. 3,5 Millionen wendet der Klub für den Nachwuchs inklusive Trainer und die Miete für den Campus auf, welcher der GC Campus AG gehört. Gegen 2 Millionen Franken betragen die Betriebs- und Sicherheitskosten für den Letzigrund. Die übrigen 3 Millionen Franken fliessen in die Administration. Auf der Lohnliste des Klubs stehen knapp 90 Personen. Die Erträge sind nicht entscheidend abhängig vom sportlichen Erfolg. Sie betragen seit Jahren ca. 10 Millionen Franken und setzen sich zusammen aus Zuschauereinnahmen, Sponsoring- und Gönnerbeiträgen, TV-Geldern und Liga-Prämien. Das strukturelle Defizit von rund 5 Millionen deckt der Owners Club ab, der die Aktienmehrheit der Neuen Grasshopper Fussball AG besitzt. (ukä./ths.)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch