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Das Feuerwehrauto bleibt vor dem Tor

Wenns in Regensberg brennt, soll das Löschwasser künftig über fest installierte Leitungen ins «Städtli» gepumpt werden. Dies, weil das neue Feuerwehrauto nicht durch die Toreinfahrt passt.

Regensberg. - Im Brandfall wird das neue Tanklöschfahrzeug, das vom Dielsdorfer Stützpunkt her ausrückt, vor den Toren von Regensberg anhalten müssen. Das Löschwasser wird dann von aussen über Trockenleitungen ins «Städtli» gespeist. Darauf haben sich die Denkmalpflege und die kantonale Feuerwehr gestern Abend verständigt. Damit scheint eine Lösung für das Problem gefunden, dass das neue Feuerwehrauto nicht durch das Kronentor passt. Das alte Tor ist 3,17 Meter hoch und entspricht nicht der Euro-Norm für Feuerwehrautos, die 3,50 Meter beträgt.

Varianten geprüft

Das Problem war brenzlig: Schliesslich steht das 750-jährige Regensberger Tor - so wie das ganze Städtchen auch - unter kantonalem und nationalem Schutz. «Eine Absenkung des historischen Kopfsteinpflasters kam deshalb nicht infrage», sagte Kurt Steiner, Chef der kantonalen Feuerwehren, gestern nach der Sitzung mit der Denkmalpflege. «Der Einschnitt wäre optisch zu gewaltig gewesen, zudem wären archäologische Grabungen nötig geworden.» Die Lösung mit den Trockenleitungen sei die mildere Version, so Steiner. Andere Varianten wie die Anfertigung eines kleineren Spezialfahrzeuges seien hingegen gar nicht ernsthaft geprüft worden.

Die technischen Fragen rund um die Trockenleitungen sind laut dem obersten kantonalen Feuerwehrmann jedoch noch nicht bis ins Detail geklärt: Beispielsweise ist noch offen, ob die Leitungen unter- oder oberirdisch verlaufen. Oder wie viele fest installierte Wasserentnahmen im «Städtli» platziert werden.

Unklar ist auch, wie diese Entnahmen aussehen werden. «Es könnten gewöhnliche Hydranten sein», so Steiner. Sicherlich wird aber kein Reservoir gebaut. «Das Fahrzeug bringt 2,5 Kubikmeter Wasser mit sich. Das reicht für die ersten fünf bis zehn Minuten eines Brandes.» Nachher würden zusätzliche Fahrzeuge eintreffen, und Wasser von den bereits vorhandenen Hydranten genommen - wie bei anderen Bränden auch.

Noch offen ist auch die Finanzierung der Massnahme. Die Kosten könnten sich auf die drei Entscheidungsträger - Gemeinde, Feuerwehr, Denkmalpflege - verteilen. «Als Nächstes muss nun mit den Gemeinden Regensberg und Dielsdorf verhandelt werden», so Steiner. Die Kosten für die Leitungen schätzt er aber nicht als beträchtlich ein.

Bis Ende Jahr sollen die finanziellen sowie die technischen Details vollständig geklärt sein. Die Leitungen müssten dann bis spätestens Herbst 2010 verlegt sein - zeitgleich mit der Lieferung des neuen Tanklöschfahrzeugs. Dieses kostet rund 500 000 Franken und ersetzt das alte Fahrzeug der Stützpunktfeuerwehr Dielsdorf.

Bleibt wie es ist: Das Kronentor wird auch für die Feuerwehr nicht angepasst.

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