Zum Hauptinhalt springen

Das Ende der Welt fotografisch festgehalten

Im NäijereHuus Hersiwil zeigt Alfred Maurer seinen fotografischen Essay, der auf einem Gedicht des Künstlers selbst basiert.

«Finisterre – Das Ende der Welt oder die Sehnsucht nach dem verratenen Paradies» heisst die Fotoausstellung von Alfred Maurer. Sie ist im NäijereHuus Hersiwil noch bis am Sonntag zu sehen. Dem fotografischen Essay liegt ein expressionistisches Gedicht des Künstlers selbst zu Grunde. Jede Zeile des sechsstrophigen Gedichts entspricht einer Bildsequenz. So heissen die einzelnen Sequenzen «Der Zerfall ist der Sein des Scheins», «Seelenacker» oder «Auch sie sind Opfer der Menschenkatastrophe Schweigen». Wie der Titel verrät, geht es in Maurers Arbeit um das Ende der Welt. Dementsprechend erzählt der Fotograf eine «traurige Geschichte», wie er selbst sagt. Vor allem der Text mutet traurig an und verbreitet Endzeitstimmung. «Die Bilder an sich wirken dann nicht ganz so traurig wie der Text», ergänzt Maurer. Während zwei Jahren hat der 56-Jährige zum Thema fotografiert. Dafür reiste er nach Finisterre, eine Ortschaft in der Bretagne, aber auch ans «End der Welt» in Magglingen. «Fast die Hälfte der Bilder sind Bilder von Friedhöfen», erklärt er. Aber auch der Beginn des Zweiten Weltkriegs ist ein Thema. Lehrer und Kulturförderer Die Textpassagen zu den Bildern entstanden parallel zu den Fotos. «Als ich unterwegs war, führte ich ein kleines Tagebuch, notierte mir Gedanken», erklärt Maurer. Manchmal sei zuerst der Text gewesen und dazu ein Bild entstanden, oder umgekehrt. «Die Passage ‹Schichtwechsel› ist mir im Moment der Fotoaufnahme in den Sinn gekommen», ergänzt er. Alfred Maurer hat sich vor allem als Kulturförderer und Kulturvermittler einen Namen gemacht. So war er vier Jahre lang Präsident des Kuratoriums für Kulturförderung des Kantons Solothurn. Heute führt er eine Galerie, ist Lehrer und PR-Fachmann und lebt in Bern. Aufgewachsen ist er in Olten. Später lebte und arbeitete er – ebenfalls als Lehrer – in Langendorf. Preise gewonnen Maurer fotografiert nicht nur, sondern zeichnet auch. In Ausstellungen hat er seine Fotos der Öffentlichkeit vorgestellt. An den Fotowettbewerben «Männer sehen Frauen» (1987) und «Fremd» (1990) hat Maurer Preise gewonnen. Zudem hat er 2006 an den Bielerfototagen teilgenommen. Die Ausstellung im NäijereHuus ist für Maurer selbst die wichtigste Arbeit seit diesen drei Erfolgen. Nadja Kaiser Ausstellung im NäijereHuus bis am Sonntag, 20. September. Öffnungszeiten Samstag und Sonntag 14 bis 17 Uhr. >

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch