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Das einzige Epileptiker-Lager der Schweiz

Von Benno Gasser Beat ist fasziniert vom riesigen Gebiss des T-Rex. Der Junge ist Epileptiker. Gemeinsam mit fünf anderen Kindern besuchte er vergangene Woche ein Sommerlager im Cevi-Haus am Lyrenweg in Altstetten – das Einzige seiner Art in der Schweiz. Auch zwei Tage nach dem Erlebnis im Saueriermuseum in Aathal erzählt Beat noch begeistert von seinen Eindrücken. Die Gruppe der 9 bis 16 Jahre alten Kinder wird von sieben Fachleuten betreut, darunter die Leiterin Graziella Iannone. Für die Eltern sei es wichtig, dass sie einmal ein paar Tage für sich hätten und entspannen könnten, sagt Iannone. Auch für die Kinder, die normalerweise in einem stark reglementierten Wochenrhythmus lebten, bedeute das Lager eine willkommene Abwechslung. Ausserdem sei der Kontakt mit anderen Kindern wichtig für ihre persönliche Entwicklung. Beim Besuch des Schreibenden sind sie gerade mit dem Bemalen von Blumentöpfen und Taschen beschäftig. Stefan hat seine fünf Meerschweinchen in allen Farben des Regenbogens gemalt. Luca aus der französischen Schweiz baut unterdessen sorgfältig einen Turm aus Holzklötzchen, um ihn darauf mit grosser Wonne umzustossen. Praktisch alle Kinder müssen über den Tag verteilt ihre Medikamente einnehmen. Anfälle bleiben trotzdem nicht aus. Eines der Kinder fällt öfter so unglücklich auf den Kopf, dass es eine Zahnrettungsbox dabei hat. Anfang Oktober wird erneut ein Lager durchgeführt. Die Namen der Kinder wurden geändert. Infos: www.parepi.ch. «Willkommene Abwechslung»: Beat mit seiner Betreuerin Graziella Iannone im Sauriermuseum von Aathal. Foto: Sabina Bobst

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