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Dampfer rammt im Sturm Jacht

Weil der Kapitän im Regen vom Kurs abkam, rammte die Stadt Zürich ein privates Motorschiff.

Rapperswil. - Der sehr aussergewöhnliche Unfall ereignete sich am Samstag um 15.15 Uhr vor der Insel Lützelau bei Rapperswil. Um diese Zeit ging über dem See sehr starker Regen nieder. Der Raddampfer Stadt Zürich war auf dem Kurs 104 von Rapperswil nach Zürich unterwegs. Bei stark eingeschränkter Sicht kam der erfahrene Kapitän vom Kurs ab, geriet zu stark nach links in den Uferbereich der Insel Lützelau und rammte dort ein Motorschiff, das korrekt vor Anker lag. Durch die Kollision fiel eine 58-jährige Frau von der Jacht ins Wasser. Sie konnte durch den Seerettungsdienst Pfäffikon unverletzt geborgen und betreut werden. Ihr 60-jähriger Ehemann, der sich ebenfalls auf dem geankerten Motorschiff befand, blieb auch unverletzt. An seinem Boot entstand gemäss Kantonspolizei ein Schaden von 10 000 Franken. Die Stadt Zürich konnte die Fahrt fortsetzen und war gestern wieder im Einsatz. Trotz Radar «nichts mehr gesehen» Der Unfall wirft ein paar Fragen auf: Warum gerät ein erfahrener Kapitän derart stark vom Kurs ab? Das Motorboot hatte in untiefem Wasser geankert. Der 100-jährige Raddampfer war gemäss Aussage der Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft mit Radar ausgerüstet. Normalerweise sind auf dem Radarschirm kleine Sportboote und erst recht Inseln wie die Lützelau und die Ufenau klar zu erkennen. Weil auch Regen ein deutliches Echo gibt, kann die Orientierung auf dem Radarschirm allerdings erschwert sein. Gegenüber der Seepolizei hat der Kapitän angegeben, im Radar «nichts mehr gesehen» zu haben. Unklar blieb bis gestern, ob der Kapitän auch mit GPS navigierte. Spätestens damit hätte er die Kursabweichung bemerken müssen. (rba)

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