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Damit beim Veloputzen alles rund läuft

Russiker Schüler haben an einem Kurs im Rahmen des Sommerplauschs gelernt, dass ihr Velo nicht nur von Luft und Liebe lebt.

Russikon. - Markus Knecht, Inhaber des Velofachgeschäfts MacBike, hat auf dem Vorplatz schon Eimer, Putzzeug, Pumpe und Werkzeuge bereitgestellt. Sein Publikum besteht aus fünf Kindern von der dritten bis fünften Klasse. Sie sind gekommen, um mehr über Pflege und Unterhalt ihres Zweirads zu erfahren. «Du hast den besseren Ständer als ich, mein Velo fliegt dauernd um.» Schon bevor es richtig losgeht, werden die Fahrräder der anderen kritisch unter die Lupe genommen. Die meisten fahren mit zu wenig Luft Nach einer kurzen Einstiegsrunde, in der die Kinder der Frage nachgehen, was Velopflege denn überhaupt ist, werden alle Velos mit dem Schlauch abgespritzt. Wessen Bike ist am dreckigsten? An Michis Velo, das es klar am nötigsten hat, demonstriert Markus Knecht, worauf es ankommt. Alle Kinder beteuern, sie hätten ihr Velo auch schon mal selber geputzt. Noch können sie nicht selber Hand anlegen, was den einen sichtlich stinkt. Knecht erklärt, wie wichtig es ist, dass genügend Luft in den Reifen ist. Und prompt ergibt der Test mit dem Daumen, dass die meisten Velos fast einen Platten haben. Die Begeisterung steigt zusehends, als es endlich ums eigene Vehikel geht. Bremsen werden eingestellt, das Licht kontrolliert, die zum Teil bedenklich quietschenden Ketten geschmiert. Es wird hingebungsvoll geputzt Jeder kann jetzt seinem Velo mit Putzlappen und Reinigungsspray zu Leibe rücken. Geradezu hingebungsvoll werden Rahmen, Lenker, Gepäckträger und am Schluss sogar - weil alles andere schon sauber genug scheint - die Speichen sauber gemacht. Jedes Kind freut sich an seinem in frischem Glanz erstrahlenden Fahrrad, auch wenn dabei vor allem die Mädchen die Erfahrung machen müssen, dass Veloputzen zwangsläufig mit dreckigen Händen endet. Die Kinder legen zu guter Letzt gemeinsam Hand an, um einen improvisierten Plattfuss zu flicken. Für die Könner, die das schon längst beherrschen, scheint die Velopumpe mitunter spannender zu sein. Der «geflickte» Pneu kann sich jedenfalls am Schluss nicht über mangelnde Luft beklagen. Der am Freitag durchgeführte Velopflegekurs war das zweitletzte Angebot einer ganzen Serie von Kursen und Exkursionen während der Sommerferien, welche die Jugendkommission Russikon organisiert hat. Gut 130 Kinder haben das Angebot genutzt. Margrit Berlinger, die den Russiker Sommerplausch vor fünfzehn Jahren ins Leben gerufen hat und noch heute federführend ist, zeigt sich sehr zufrieden mit dem Anlass. «Im Gegensatz zu anderen Jahren, wo wir auch schon Kinder wegen schlechter Führung heimschicken mussten, sind sie dieses Jahr sehr anständig gewesen.»

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