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Central wird zum Qbus

Der Gemeinderat Uster ist zufrieden mit dem Antrag zur Verlegung der Kleinkunstbühne Qbus ins Kino Central.

Von Christian Brütsch Uster – Die Zeit des Qbus an der Braschlergasse läuft ab. Die Kleinkunstbühne soll derzeit einen Platz im neuen Kulturzentrum erhalten. Eine Zwischenlösung muss her. Nachdem der Stadtrat ein Projekt auf dem Gelände Hinterwiesen andachte, wurde publik, dass Usters Kinobetreiber Hans Brönnimann seinen Betrieb aufgibt. Sofort wurde das Projekt Hinterwiesen sistiert und das Projekt Central in Angriff genommen. Die vorgelegten Zahlen liessen die Gemeinderätinnen und Gemeinderäte doch da und dort zusammenzucken. 900 000 Franken soll der Umbau kosten. Alleine 300 000 Franken kosten die Anpassung für einen behindertengerechten Bau und die feuerpolizeilichen Vorgaben. Von manchen Sprechern wurde angeführt, dass dies zwar viel Geld, die Ausgabe aber unumgänglich sei. Gelindert werden soll der Schreck über die hohen Umbaukosten durch den Lotteriefonds, der 300 000 Franken in Aussicht stellt und die Stiftung Zangger, die sich mit 50 000 Franken beteiligen will. Käufer oder Mieter? Weiter wurde dem Umstand, dass die Stadt lediglich Mieter sein soll, und zwar zu einem Preis von 70 000 Franken zuzüglich 12 000 Franken Nebenkosten jährlich, viel Zeit gewidmet. Man war sich im Rat nicht einig, ob die Stadt die Liegenschaft nicht doch hätte käuflich erwerben sollen. Stadtpräsident Martin Bornhauser (SP) verneinte dies. Er führte ins Feld, dass bei einem Kauf die Gelder aus dem Lotteriefonds nicht fliessen würden. Zudem sei die Liegenschaft nicht in die Liegenschaftsstrategie des Stadtrats einfügbar. Die Grünen lehnten sich gegen das Projekt auf. Thomas Wüthrich rechnete vor, dass für die Liegenschaft auf dem aktuellen Hypothekarmarkt lediglich 60 000 Franken an Zinsen zu zahlen seien. «Die Stadt zahlt aber 70 000 Franken an das Konsortium.» Dazu trage die öffentliche Hand die Umbaukosten und übernehme den gesamten Betriebs- und Gebäudeunterhalt. «Als Immobilienbesitzer kann ich mir keine bessere Mieterschaft wünschen», fügte Wüthrich mit ironischem Unterton an. Ohne jegliches Risiko erwirtschafte das Konsortium einen netten Gewinn und erhalte dazu zwei Veranstaltungslokale, die allen gesetzlichen Vorschriften entsprächen und den Sälen in einem zukünftigen Tagungszentrum problemlos Konkurrenz machten. Weiter bezichtigte er den Stadtrat, Geld aus dem Fenster zu werfen. Trotz dieses flammenden Votums stimmten 31 zu 2 Stimmen für das Projekt. Es waren also nicht einmal alle Grünen dagegen.

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