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Burkhardts Drogerie mit Problemen

Das kantonale Apothekeramt nimmt die Drogerie von Anna Burkhardt in Bützberg unter die Lupe. Eine Untersuchung läuft.

Mit ihrer Beschwerde gegen die Vormundschaftskommission in Thunstetten hat Anna Burkhardt das Dorf mächtig aufgemischt. Drogistin Burkhardt warf den Behörden Vetternwirtschaft bei der Vergabe von Plätzen für Pflegekinder vor. Bei einer Medienkonferenz am Mittwoch bezeichnete Gemeindepräsident Markus Quaile (FDP) sämtliche Vorwürfe als «Lug und Trug». Und er kündigte an, dass «aus dem Umfeld der Gemeinde» nun eine Anzeige eingereicht worden sei. Möglich ist, dass nun Burkhardt angeklagt worden ist (wir berichteten). «Ethisch nicht vertretbar» Für Drogistin Burkhardt wird die Lage jetzt noch ungemütlicher, denn das «Langenthaler Tagblatt» veröffentlichte gestern pikante Informationen: In Burkhardts Drogerie ist offenbar der Wurm drin. So soll sie aus dem kantonalen Drogistenverband ausgetreten sein, weil sie dessen Qualitätskriterien nicht mehr erfüllen wollte. Auch den bekannten Stern vor dem Geschäft musste sie abmontieren. Den Bericht bestätigte Peter Eberhart, Präsident des kantonalbernischen Drogistenverbands, gegenüber dieser Zeitung. Und mehr noch: Wie Eberhart weiter sagte, sei der Verband «nicht unglücklich» über Burkhardts Austritt. Es habe Schwierigkeiten mit dem Verkauf von Produkten gegeben. Und Burkhardts Verkaufsmethoden seien «ethisch nicht vertretbar» gewesen. Mit dem Austritt aus dem Verband steht Burkhardts Drogerie nun ziemlich alleine da: Von den gut 115 Drogerien im Kanton Bern sind 110 Mitglied im Verband. Amt leitete Verfahren ein Was der Drogistenverband beanstandet hat, blieb auch dem kantonalen Apothekeramt nicht verborgen. Die Behörde hat ein Verfahren gegen Burkhardt eingeleitet. Dies bestätigte gestern Kantonsapotheker Samuel Steiner. Weil es sich aber um eine noch laufende Untersuchung handelt, wollte er keine weiteren Auskünfte erteilen. Auch Drogistin Burkhardt sagte gestern, sie wolle keine Auskunft geben. Dominik Balmer>

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