Zum Hauptinhalt springen

Bülach ist stolz auf seinen Wald

Die städtische Abteilung Natur und Umwelt feierte den Binding-Waldpreis mit einem grossen Fest. Für Schwindelfreie gab es eine besondere Attraktion.

Von Nina Fargahi (Text) und Christoph Kaminski (Bilder) Bülach – Die Stadt Bülach freut sich über die Auszeichnung mit dem renommierten Binding-Waldpreis. Damit wurden ökologisches Verantwortungsbewusstsein und nachhaltige Forstarbeit mit 200 000 Franken belohnt (der TA berichtete). Dass die Bülacherinnen und Bülacher stolz sind auf ihren Wald vor der Haustür, zeigte sich am Samstag: Mehrere Hundert Personen versammelten sich bei strahlendem Sonnenschein beim Forstwerkhof am Waldrand und verfolgten den Festakt. Illustre Gäste der Binding-Stiftung, der kantonalen Forstbehörde und der Stadt Bülach lobten den beispielhaften Forstbetrieb des Bezirkshauptortes: Stadtschreiber Christian Mühlethaler gratulierte im Namen der Verwaltung der Abteilung Umwelt und Natur für «eine Politik mit Augenmass und für die Fähigkeit, langfristig zu denken». Das Sprichwort von Antoine de Saint-Exupéry «Wenn man eine Eiche pflanzt, darf man nicht die Hoffnung hegen, nächstens in ihrem Schatten zu ruhen» beschreibe das Prinzip der Langfristigkeit, nach dem sich Bülach richte. Aus Bäumen werden Fässer Peter Bachmann, Präsident des Kuratoriums für den Binding-Waldpreis, rühmte das ökologische Verantwortungsbewusstsein und hob die Arbeiter an der Front hervor. Zudem sei er glücklich, dass das Preisgeld für die Weiterentwicklung der Waldarbeit und für forstliche Projekte eingesetzt werde. Ähnlich, jedoch mit mehr Witz, äusserte sich der Kantonsforstingenieur Alain Morier: «Wenn die Behörden verantwortungsbewusst politisieren, denken sie auch an die nächsten Baumgenerationen und nicht nur an die nächsten Wahlen.» Gelächter und Applaus begleiteten die Rede von Morier. Eine besondere Attraktion stellte die 70 Meter hohe Hebebühne dar, mit der sich schwindelfreie Besucherinnen und Besucher in die Lüfte manövrieren konnten. Dafür standen die Leute gerne Schlange vor dem Gerät. Auch Petra Does aus Bülach wollte sich die Aussicht auf die Stadt und ihre preisträchtigen Wälder nicht entgehen lassen. Sie habe den Tag genossen, hinter die Kulissen der Waldarbeit blicken und viel lernen können, sagte sie. Und jetzt noch mit der Hebebühne in die Lüfte steigen, dann sei der Tag perfekt. Wer lieber auf dem Boden blieb, konnte bei anderen interessanten Posten verweilen wie zum Beispiel beim Küfer. Hier demonstrierte der Küfer Martin Thurnheer, wie sich aus einer Eiche ein Weinfass herstellen lässt, vom trockenen Holz bis zum Finish konnten die Arbeitsschritte mitverfolgt werden. Dabei sei vor allem das Holzmaterial wichtig, sagte Thurnheer, und die Bülacher Eiche sei sehr geeignet dafür. Der Bevölkerung wird zudem ein Büchlein geschenkt, das extra für den Binding-Waldpreis verfasst und von der Stiftung herausgegeben wurde. Auf hundert Seiten erfahren die Leserinnen und Leser, wie sich die Abteilung Natur und Umwelt der Stadt Bülach in den letzten Jahren entwickelt hat, wie umsichtig die Gemeinde ihren Grünraum nutzt und pflegt und weshalb sie den diesjährigen Binding-Preis erhalten hat. In der Festschrift sind auch die genauen Projekte beschrieben, die dank dem Binding-Waldpreis verwirklicht werden können. Ausserdem melden sich Gastautoren wie die Alt-Stadträtin Hanni Guyer oder der amtierende Stadtpräsident Walter Bosshard mit Beiträgen zu Wort. «Wenn Behörden verantwortungsbewusst politisieren, denken sie auch an die nächste Baumgeneration.» Kantonsforstingenieur Alain Morier Der 70-Meter-Hebekran lockte viele Wagemutige, im Wald wurde die Arbeit mit einem Baum-Vollernter demonstriert.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch