Zum Hauptinhalt springen

Bestätigung mit neuer Philosophie

Der UHC Thun startet am Wochenende in die neue NLB-Saison. Das Team, das in der letzten Spielzeit den Aufstieg in die höchste nationale Liga nur knapp verpasste, will trotz einiger Änderungen erneut vorne mitspielen.

Die Motivationsspritze kam im richtigen Moment. Am Dienstag spielte der UHC Thun gegen den Vize-Schweizer-Meister Langnau – und gewann 6:5. «Nun ist es meine Aufgabe, die Spieler wieder zurück auf den Boden zu holen», sagt Trainer Christoph Roux und lacht. Andererseits ist der Freiburger froh um dieses Ergebnis, denn es zeigt, dass die eingeschlagene Richtung stimmt. Die NLB-Saison kann nun mit Zuversicht in Angriff genommen werden. Suche nach einem Trainer Es sah lange Zeit nicht so rosig aus beim letztjährigen Teilnehmer des Aufstiegsplayoffs. Trotz sportlichen Erfolgs dauerte die Suche nach einem neuen Trainer lange. Viel zu lange. Erfolgreich waren die Vereinsverantwortlichen erst mit dem Telefonat an Christoph Roux. Der 27-Jährige nahm ohne grosses Zögern an. «Für mich ist es ein neues Abenteuer.» Roux hat zwar Erfahrung als NLB-Spieler, als Trainer betritt er auf dieser Ebene aber Neuland. Mit Theo Fahrni konnte ein weiterer Kenner der Szene als Assistent verpflichtet werden, und Christoph Lehmann vervollständigt die Trainercrew als ehemaliger Spieler der ersten Mannschaft. Mitte August begann Roux mit seiner Arbeit in Thun – «zwei Monate zu spät», wie er sagt. Zuvor hatte sich das Team bereits aus dem Schweizer Cup mit einer Niederlage gegen den Erstligisten Olten unrühmlich verabschiedet. Dennoch fand Roux bei seinem Amtsantritt eine intakte Mannschaft vor. «Die Spieler waren auch während der trainerlosen Zeit fleissig. Dies erleichterte mir den Einstieg und spricht für den Charakter der Mannschaft.» Die Hauptaufgabe für Roux bestand darin, das Spielsystem auf die Qualitäten der einzelnen Spieler abzustimmen, denn Qualitäten sind beim UHC Thun zweifellos vorhanden. Neu ohne Ausländer Im Kader figurieren laut Trainer mit Mario Jaun und Hans-Roland Meyer zwei überdurchschnittliche Torhüter. In der Offensive sorgen Ryan Winkler (22) und Jonas Wettstein (23) für Power – sie sind trotz «jugendlichen» Alters die Leistungsträger. Grösster Makel ist das eher schmale Kader. In Thun ist ein Philosophiewandel vollzogen worden. Erstmals seit vielen Jahren wird auf die Verstärkung durch ausländische Spieler verzichtet. Noch im letzten Jahr waren drei Finnen engagiert. «Ich brauche keine Ausländer, die den eigenen Junioren den Platz wegnehmen», sagt Christoph Roux mit voller Überzeugung. «Meine Aufgabe ist es, die jungen Spieler zu fördern.» Darum will er auch pro Spiel mindestens einen Elitejunior aufbieten. «Sie können so wertvolle Erfahrungen sammeln; unabhängig davon, ob sie zum Einsatz kommen oder nicht.» Roux weiss genau, was er will. Nur bei der Zielsetzung legt er sich nicht fest. «Jeder Spieler soll sich individuell steigern», ist sein Wunsch. Damit wäre wohl automatisch gesichert, dass sich Thun Ende Saison unter den Top 6 der NLB befindet und sich im Playoff um die zwei Plätze in der Swiss Mobiliar League bewerben kann. Dies muss für ein Team von diesem Format das Minimalziel sein. Für Roux ist derzeit schon mal klar, dass die Formkurve stimmt. Übers Wochenende spielen die Thuner zwei Mal. Am Samstag (20 Uhr) zu Hause gegen den Aufsteiger March Höfe-Altendorf und am Sonntag auswärts gegen Bülach. Stephan DietrichUHC Thun. Zuzüge: Maximilian Länzlinger, Christoph Mann, Yannick Nobs, Philipp Zaugg (alles eigene Junioren). – Abgänge: Otto Moilanen, Marko Lamu, Henri Tuhkanen (alle zurück nach Finnland), Vincenz Frey (2.Mannschaft), Christoph Lehmann (neu Assistenztrainer), Cédric Fröhlich (Floorball Köniz), Simon Thomann (Hafnia/Dä). >

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch