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«Bei Kloten sieht alles locker lässig aus»

ZSC-Captain Seger war vom Klotener Selbstvertrauen beeindruckt. Flyers-Verteidiger Blum sprach dem Rivalen Mut zu.

Reaktionen nach dem 1. Derby Von Silvan Schweizer Das Derby entschied mit Patrick Von Gunten zwar ein Seeländer, die erste Klotener Führung an diesem Abend erzielte mit Eric Blum aber ein waschechter Stadtzürcher. Der Verteidiger begann als 7-Jähriger einst in der Organisation der Lions, entwickelte sich aber erst in Langnau zum NLA- und späteren Nationalspieler. Deshalb war es für Blum, der sein exotisches Aussehen seiner japanischen Mutter und seinen Vornamen der Gitarren-Legende Eric Clapton verdankt, das erste Derby auf dieser Stufe. Ähnlich virtuose Hände wie jene von Clapton benötigte er bei seinem Treffer nach 25 Minuten nicht, als seine Hereingabe von ZSC-Verteidiger Wescott ins Netz bugsiert wurde. «In jenem Moment war es einfach ein Tor», sagte Blum, «aber jetzt im Nachhinein ist es natürlich ein spezielles Gefühl, gegen meinen Ausbildungsklub getroffen zu haben.» Zwei Tore von Verteidigern, eine Erfolgsserie trotz diverser Ausfälle, das zeigt Blum vor allem eines: «Wir haben eine ausgeglichene Mannschaft, die derzeit alle Rückschläge wettzumachen vermag.» Er wollte aber auch anmerken, dass der Kantonsrivale nicht so schlecht war, wie ihn die fragenden Journalisten machten: «Ich finde, sie haben sehr gekämpft.» Im «Rückspiel» vom Freitag müsse seine Mannschaft disziplinierter sein, damit die ZSC Lions nicht mehr ihre Powerplay-Stärke so oft ausspielen könnten. Auch deren Captain Seger erklärte nach der fünften Niederlage seines Teams: «Es ist nicht so, dass wir uns nicht aufopfern. Aber momentan ist einfach alles ein Krampf.» Damit sprach er die fehlende Kreativität, vor allem aber die Mutlosigkeit an. «Wir müssen eben auch irgendwann bereit sein, etwas zu riskieren, wenn wir Richtung Tor kommen.» Den Kontrast erkannte er beim Gegner: «Bei den Klotenern sieht alles locker lässig aus. Sie spielen mit einem unglaublichen Selbstvertrauen.» Salis’ Appelle zu mehr Demut Die von Sportchef Edgar Salis angekündigten Einzelgespräche haben stattgefunden. Er habe jedem Einzelnen ins Gewissen geredet, zu Demut aufgerufen, sagt Seger. «Es ist nie einfach, sich aus so einer Situation herauszukämpfen. Aber ich hoffe wir schaffen es am Freitag. Auch mit der Hilfe unserer Fans.»

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