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Bau nimmt Rücksicht auf Magerwiese

Investor Peter Streuli will auf einem ehemaligen SBB-Areal an der Weinbergstrasse bauen. Dabei spielt eine Magerwiese eine entscheidende Rolle.

Ebenfalls zum Verkauf steht das SBB-Land unterhalb der Weinbergstrasse zwischen den beiden Abgängen zu den Geleisen (siehe Grafik). Es umfasst rund 2000 Quadratmeter. «Wir sind mit einem beschränkten Interessentenkreis in Verhandlung», sagt SBB-Mediensprecher Daniele Palecchi. Ob auch Bauunternehmer Peter Streuli dazu gehört, ist nicht klar. Eine Entscheidung werden die SBB demnächst treffen. Zum Preis wollte Palecchi keine konkreten Angaben machen. «Wir peilen einen marktgerechten Verkaufspreis an», sagt er. Palecchi versichert zudem, man werde das Land nicht dem Meistbietenden abtreten. Das Grundstück wurde bisher als Schrebergarten bewirtschaftet. Vor zwei Jahren war das Areal in die Schlagzeilen geraten, weil es dort von Ratten wimmelte. Mit Fallen wurde den Nagetieren darauf der Garaus gemacht. (ema) Von Ev Manz Kilchberg – Die Ausgangslage ist einfach: Da ist einerseits die Magerwiese zwischen den Bahngeleisen und der Weinbergstrasse Höhe Sprüngliweg. Und da sind andererseits die zwei Doppeleinfamilienhäuser, die der Investor Peter Streuli auf dem Gelände, das er von den SBB erworben hat (siehe Grafik), bauen will. Das bestehende Mehrfamilienhaus würde beim Bauprojekt abgerissen, die Magerwiese unterbrochen. Das hatte zu einem Rekurs eines Anwohners geführt, denn die Magerwiese ist mit dem Prädikat «sehr wertvoll» im Inventar der Natur- und Landschaftsschutzobjekte von 2009 eingetragen. Dieser Eintrag sei beim Baubewilligungsverfahren nicht beachtet und beurteilt worden, heisst es im Rekursschreiben. Und deshalb war die Magerwiese kürzlich Thema an der Gemeinderatssitzung in Kilchberg. Wohlwollende Beurteilung Auf diesen Zeitpunkt hin hatte Peter Streuli, Geschäftsführer der Streuli Bau Management AG, dem Gemeinderat eine Projektänderung in Aussicht gestellt, welche auf die Magerwiese Rücksicht nimmt. Deshalb wurde der Rekurs sistiert. Sie hätten den Lösungsvorschlag beurteilt, sagt Hochbauvorsteherin Judith Bellaïche (GLP). Der Eingangsbereich sei etwas verändert worden, sagt sie. Bellaïches Fazit: «Der Gemeinderat hat das Projekt wohlwollend bewertet, denn die Magerwiese wird in ihrer gesamten Fläche bestehen bleiben.» Unter Schutz gestellt werde die Wiese aber nicht. Das weitere Vorgehen des Rekurrenten ist noch nicht klar. Der Bauunternehmer Streuli hat bereits Erfahrung mit Kilchbergs Magerwiesen. Das Areal Bahnhof-Nord hat er ebenfalls teilweise auf inventarisiertem Gelände erstellt, was im Inventar auch so vermerkt ist.

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