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Bald mit eigener Sonnenenergie

Die Neuntklässler der Bezirksschule Grenchen befassen sich im Physikunterricht mit dem Thema Elektrizität. Sie haben es aber nicht nur mit blanker Theorie zu tun, sondern werden eine eigene Photovoltaikanlage errichten.

Dass Elektrizität im Physikunterricht der Neuntklässler behandelt wird, ist für die Grenchner Bezirksschule nicht neu. Doch für die Klasse 3a von Lehrer Boris Simic ist das Thema trotzdem etwas Besonderes: Die Drittbezler werden voraussichtlich im Mai 2010 eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der Doppelturnhalle errichten. Sie nehmen am «Jugendsolarprojekt» teil, einer Aktion, die unter dem Patronat von «Greenpeace» steht. Erst der Anfang Bei der Anlage, die im Mai montiert werden soll, handelt es sich nicht um ein Grossprojekt. Drei Quadratmeter misst sie und soll 0,5 Kilowattstunden Strom liefern. Doch das ist erst der Anfang: 2011 und 2012 kommt jeweils eine Photovoltaikanlage von drei Quadratmetern hinzu. «Wenn das Projekt gut ankommt, werden wir es danach vielleicht noch weiterführen», so Lehrer Simic. 15000 Franken auftreiben Die Anlage könnte also stetig weiter wachsen. Soweit ist es aber noch nicht. Zuerst gilt es, das Geld für die ersten drei Jahre aufzutreiben. Rund 15000 Franken kostet die insgesamt neun Quadratmeter grosse Photovoltaikanlage. Wie Boris Simic sagt, wäre die Stadt zwar bereit, einen Beitrag zu leisten. Doch der Lehrer will das gar nicht. «Wir werden versuchen, das Projekt über private Sponsoren zu finanzieren.» Die Schüler werden dazu verschiedene Betriebe anschreiben. So soll auch die Geldbeschaffung zur Förderung von Alternativenergien Teil des Unterrichts werden. Simic ist zuversichtlich, die 15000 Franken beschaffen zu können. Den Sponsoren werde auch etwas geboten. Zur Anlage gehört nämlich eine Anzeige, wo abgelesen werden kann, wie viel Strom gerade produziert wird. Und diese Anzeige soll in eine gut ersichtliche Sponsorentafel integriert werden. Auf Thema sensibilisieren Simic ist von der Wichtigkeit überzeugt, die Schüler schon in diesem Alter mit alternativen Energien vertraut zu machen. Zum Unterricht gehört auch, Möglichkeiten zum Stromsparen aufzuzeigen. «Ich will die Schüler auf die ganze Energiethematik sensibilisieren», so der Bezirksschullehrer. Dass die Schüler bei der Montage der Anlage mithelfen werden, ist für ihn ein entscheidender Punkt: «So ist das ganze Thema nicht nur blanke Theorie und die Schüler leisten einen Beitrag an die Umwelt.» Für die Drittbezler ist Photovoltaik zwar noch keine Thema, sie stehen erst am Anfang der Materie. Lehrer Simic weiss aber: «Sie freuen sich sehr, zu erfahren, wie eine solche Anlage funktioniert.» Parzival Meister >

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