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Aus Niederlagen lernen

Ausgabe vom 22. August Leserbrief «BDP: Anstands-Partei» In seinem Leserbrief verbindet das SVP-Mitglied Heinz Bercher mein Buch über die Schüssler Salze mit dem Titel «Mein Charakter und Ich», mit meiner politischen Nachfolge von SVP Grossrat Hans Küng. Auf Grund von seinen Äusserungen muss ich fest annehmen, dass er das Buch gar nicht gelesen hat (würde ihm wahrscheinlich nicht schaden) und dass Heinz Bercher die Tatsachen mit seinen Äusserungen verdreht darstellt. Tatsache ist, dass ich die SVP erst nach den National- und Ständeratswahlen und den unhaltbaren Entgleisungen der SVP-Spitze aus Zürich verlassen habe. Dies war anderthalb Jahre nach den Grossratswahlen und ein halbes Jahr vor der BDP- Gründung. Anschliessend war ich rund anderthalb Jahre parteilos, bis ich diesen Frühling in die BDP eintrat. Aus diesem zeitlichen Ablauf kann man ersehen, dass ein Parteiwechsel wohl mehr Mut benötigt, als in der Partei zu verbleiben und den Zürchern nachzunicken. Es stimmt, dass ich diese Nichtwahl «verdauen» musste, aber diese Niederlage hat mich persönlich entscheidend weiter gebracht als ein direkter Sitzgewinn und ich habe gelernt, viel differenzierter zu denken. Aus Niederlagen lernt man mehr als aus Siegen. So habe ich auch dieses Fachbuch geschrieben mit dem Titel «Mein Charakter und Ich»! Mit diesem Titel wollte ich sagen, dass man sich für die Gesundung vielfach selbst am meisten im Wege steht und wollte damit die Leute aufrütteln, dies zu erkennen. In der Politik ist dies vielleicht nicht viel anders. Könnte es eventuell nicht sein, dass es die eigenen arroganten Parteimitglieder aus der Ostschweiz waren, die die moderaten Berner SVP-Mitglieder aus der Partei «gejagt» haben? Und damit hätte der Titel auch in der Parteien-Landschaft seine Richtigkeit. In dem Sinn, Heinz Bercher, hat die Verbindung vom Titel des Buches zur Politik seine Richtigkeit, aber es ist primär ein ganzheitliches Fachbuch über die Schüssler Salze. Betreffend Nachfolge von Hans Küng ist der Leserbrief «unter der Gürtellinie». Punkto Stimmenzahl war ich nur ganz knapp hinter Hans Küng, und deutlich vor der nächsten Kandidatin. Hier die Nachfolge nicht anzutreten, hätte dem Wählerwillen nicht entsprochen, da 95 Prozent der Bevölkerung keiner Partei angehören und somit Personen wählen. Peter EberhartErlenbach>

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