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Aufschwung durch Krise

Mit 740 Kindern besuchten diesen Sommer mehr Kinder einen Kurs oder Anlass des Ferienpass als in den vergangenen Jahren.

Die Angebote des Ferienpasses scheinen aufgrund der aktuellen Wirtschaftskrise dieses Jahr auf besonders grosses Interesse zu stossen: Rund 740 Kinder aus Solothurn und der Region haben sich dieses Jahr angemeldet. Laut Celine Gantenbein, Teamchefin der Arbeitsgruppe Solothurner Ferienpass, sei dies eine stattliche Zahl. Es gebe zwar immer kleinere Schwankungen, «dieses Jahr waren es aber tatsächlich mehr Kinder als sonst». Gantenbein sieht in der Wirtschaftskrise eine mögliche Erklärung dafür. Aber auch Kinder, die mit den Eltern verreist seien, würden gerne «ferienpässlen». Fünf Wochen Schulferien seien eine lange Zeit, in der es langweilig werden kann. «Und schliesslich sind die wenigsten Familien die ganzen fünf Wochen über weg», so Gantenbein. Pferde und McDonald’sWie schon in den vergangenen Jahren waren heuer die Angebote mit Pferden hoch im Kurs. Aber auch der Besuch der Flugschule, das Tauchen und die Fledermausexkursion waren laut Gantenbein ausgebucht, ebenso der Ausflug in die Räume des McDonald’s. «Diese Anlässe ziehen einfach immer», so die Teamchefin. Eine herbe Enttäuschung für sie war hingegen, dass der Kurs bei der Aarewerft Lehmann in Solothurn nicht durchgeführt werden konnte. Sie habe sich im Vorfeld sehr gefreut, diesen Kurs anbieten zu können. «Leider blieben die Anmeldungen aus.» Gantenbein erklärt dies damit, dass die Teilnehmer des Solothurner Ferienpasses nicht zwei Kurse für den gleichen Tag buchen können. «Mit 153 Kursen ist die Auswahl halt sehr gross», so die Verantwortliche. Da werde auch schon mal ein Angebot dem anderen vorgezogen, was bei einer kleineren Auswahl vielleicht nicht der Fall gewesen wäre. Ebenfalls ins Wasser fiel der Poker-Kurs mit einem echten Poker-Profi. Dies aber aus ganz anderen Gründen: «Wir erhielten einen Anruf, dass er in Las Vegas festsitze – Verdacht auf Schweinegrippe», erklärt Gantenbein. Aufgeben will sie aber nicht: Beide Kurse werden nächstes Jahr wieder angeboten. Beratung vor Ort bleibtTrotz der Kursausfälle ist sie zufrieden. Das Ziel, allen Kindern eine Teilnahme zu ermöglichen, sieht sie erreicht. Durch die Buchung vor Ort könne man die Kinder und Eltern beraten und jenen Kindern, die kein Internet hätten, die Auswahl erleichtern. «Das ist uns sehr wichtig und wird auch in Zukunft so weitergeführt.»Rebecca Wyss>

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