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Arbeitsmarkt Der starke Franken befeuert die Zuwanderung noch, TA vom 25. 11.

Arbeitsmarkt Der starke Franken befeuert die Zuwanderung noch, TA vom 25. 11. Teure Schweizer, billige Ausländer. «Bleibt die Zuwanderung so hoch, haben wir es mit einer Verdrängung der Schweizer Beschäftigten zu tun», sagt Daniel Lampart vom Gewerkschaftsbund. Und gemäss Parolen der SVP ist ja klar, wer an dieser «Verdrängung» schuld ist: die Netten und Linken! Im Weiteren ist dann zu lesen: «Der grösste Teil dieser Personen findet dabei in bildungsfernen Branchen wie Landwirtschaft, Gastgewerbe und Bau Arbeit.» Ja, und wo sind denn diese Landwirte, Gastwirte und Baumeister, die offensichtlich bei den Anstellungen froh und gerne «teure Schweizer» durch «billige Ausländer» ersetzen, politisch beheimatet? Natürlich grossmehrheitlich bei der Wirtschaftspartei (gemäss Eigenwerbung) – der SVP. Wozu ein Blatt vor den Mund nehmen, wenn man ein Brett vor dem Kopf hat? Urs Bangerter, Horgen Krankmachender Dichtestress. Langsam wird offenbar selbst Journalisten die andauernde Masseneinwanderung in die Schweiz unheimlich. Aber ihre Kritik ist viel zu oberflächlich und kurzfristig gedacht. Das Gleiche ist vom Volksbegehren der SVP zu sagen. Wichtig ist nicht eine Einwanderungsspitze, die gerade aktuell ist, sondern das andauernde Bevölkerungswachstum. Im letzten Jahrhundert, besonders in den Sechzigern, wuchs die Bevölkerung der Schweiz einwanderungsbedingt ebenfalls fast ständig, und zwar nicht etwa wenig, trotz fehlender Personenfreizügigkeit und funktionierender Einwanderungskontrolle. Hauptproblem ist die dauernd wachsende Bevölkerung, die Übervölkerung, die zunehmende Bevölkerungsdichte. Deshalb spricht man ja auch von «Dichtestress» als krankmachendem Faktor. Er führt nämlich zu psychischen Störungen, unter anderem zu mehr nackter Gewalt, Kriminalität, aber auch zu Neurosen wie Depressionen, Burn-out, ADHS, Impotenz, Essstörungen, Invalidität aus psychischen Gründen, Süchten sowohl materieller (Medikamente, andere Substanzen) wie auch immaterieller Art (Spiel- und verschiedene Formen der Onlinesucht). Die Schwierigkeiten, wegen anderer Sprache, Religion und Kultur der Einwanderer durch sogenannte Integration (früher sprach man von Assimilation) zu überwinden, sind verglichen dazu ein Pappenstiel. Probleme wie Arbeitslosigkeit, ein angeblich zu starker Schweizer Franken, drohende Wirtschaftsschwäche oder die Bildung der Einwanderer sind doch nicht die Hauptsache! Selbst Umweltschutz ist sekundär. Es sind einfach zu viele Leute in der kleinen Schweiz mit ihrem begrenzten Territorium, in grossen Teilen nicht besiedelbar. Hinzu kommt, dass es viel schwieriger ist, eine zu grosse Bevölkerung zu verkleinern als umgekehrt. Denkbar sind eigentlich nur Massenvertreibungen, Kriege, Krankheitsepidemien oder Naturkatastrophen. Historisch nachgewiesen ist eine wesentliche Verkleinerung nur durch die Pest. Der Verbrauch sämtlicher diesbezüglicher Reserven ist politisch verantwortungslos. Jean-Jacques Hegg, Dübendorf «Dichtestress führt zu mehr nackter Gewalt, Kriminalität, zu Neurosen und Süchten.»

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