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Arbeiten ohne Chef

Studium bald fertig und keine Lust auf Chef, Arbeitszeiterfassung und Büroalltag? Selbstständigkeit ist eine Alternative, aber keine einfache.

Von Florian Blumer Eine «digitale Bohème» machten die Autoren des Buchs «Wir nennen es Arbeit» vor ein paar Jahren in Berlin aus. Die neue Lust am flexiblen und eigenverantwortlichen Arbeiten ist auch bei uns angekommen: Die Zahl der Selbstständigerwerbenden im Kanton Zürich hat laut Statistik der Sozialversicherungsanstalt innert zehn Jahren um gut 14 Prozent von rund 49 000 auf 56 000 zugenommen. Am besten stehen die Chancen für eine erfolgreiche Selbstständigkeit in den Branchen Journalismus/Fotografie, Grafik, IT, Bildung, Psychologie und Medizin, sagt Bert Höhn, Vizedirektor des Laufbahnzentrums der Stadt Zürich. Entscheidend seien eine zündende Idee und der felsenfeste Glaube daran. Nachfolgend einige Tipps und Antworten auf berechtigte Fragen, in Zusammenarbeit mit Bert Höhn und Nadine Auer, Geschäftsführerin der Non-Profit-Organisation «Go! Ziel selbstständig». Sollen sich Studienabgänger direkt selbstständig machen? Grundsätzlich spricht nichts dagegen, sofern man sich über die Branche schlau gemacht hat. Es ist aber ideal, wenn man sich aus einer Festanstellung heraus vorbereiten kann, da man dann die Branche von innen heraus kennt und bereits wichtige Kontakte knüpfen konnte. Muss ich besonders mutig sein? Ja! Selbstständigkeit bedeutet immer auch finanzielle Unsicherheit. Es wird zumindest ein paar Monate dauern, bis das Geld zu fliessen beginnt, und man ist – sofern man keine Kapitalgesellschaft gründet (siehe unten) – nicht mehr bei der Arbeitslosenkasse versichert. Wer bezahlt mir den Einstieg? In Zürich gibt es die Non-Profit-Organisation «Go! Ziel selbstständig», die neben einer Beratung auch Kleinkredite anbietet. Sinn machen kann auch eine Teilzeitanstellung als finanzielles Standbein, zum Beispiel eine Lehrtätigkeit. Wenn man arbeitslos gemeldet ist, zahlt die Arbeitslosenkasse auf Antrag während der ersten Monate einer Selbstständigkeit die Taggelder weiter und leistet Gratisberatung. Wie muss ich meine Firma gründen? Wer eine selbstständige Tätigkeit aufgenommen hat, muss dies bei der Ausgleichskasse der SVA Zürich melden. Anerkennt diese die Selbstständigkeit, gilt man automatisch als Einzelfirma. Erst ab einem Jahresumsatz von 100 000 Franken muss man sich ins Handelsregister eintragen. Die Gründung einer GmbH empfiehlt sich, wenn man 20 000 Franken Startkapital zur Verfügung hat und einen erhöhten Administrationsaufwand nicht scheut. Man wird dann zwar als Firma und Einzelperson doppelt besteuert, haftet aber nicht mit seinem Privatvermögen. Und man ist gegen Arbeitslosigkeit versichert und kann zum Beispiel Kinderzulagen anfordern. Die Gründung einer AG ist für eine Einzelperson kaum zu empfehlen, dafür sind die Gründungsformalitäten zu aufwendig und das erforderliche Aktienkapital von 100 000 Franken zu hoch. Erwartet mich die grosse Freiheit? Nein. Zu Beginn wird man in aller Regel sehr viel arbeiten und sich durchbeissen müssen. Mit der Zeit aber sollte man sich gewisse Freiheiten erarbeiten können. Mehr Zeit für sich zu haben, ist keine erfolgversprechende Motivation. Auch darf die Selbstverwirklichung nicht im Zentrum stehen: König ist der Kunde, denn der sorgt für die nötigen Einnahmen. Bücher zum Thema:Holm Friebe und Sascha Lobo: Wir nennen es Arbeit. Heyne-Verlag.Norbert Winistörfer: Ich mache mich selbständig. Beobachter-Ratgeber. Links: www.gruenden.ch,www.gozielselbststaendig.ch. asdfasdfsdfa sdfasdf asd faf asdf asdfasdf asdf asdfasdfasdfasdfasdfasdffadsfasdf asdf asd fasd fasd. Foto: KKKKKK

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