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Alter Löwen - die Reaktionen

Hans-Ulrich Forrer (FDP), Gemeindepräsident: «Das Verdikt ist klar.» Vom Entscheid der Gemeindeversammlung sei in erster Linie der Bauherr Walter Ruchti betroffen, meint der Gemeindepräsident. Forrer sagt, der Besitzer müsse entscheiden, wie er weiter vorgehe. Das Bauprojekt sei nicht in der Verantwortung der Gemeinde. Das vom Gemeinderat favorisierte Projekt sei vom Souverän als zu voluminös empfunden worden. Die Zielsetzung bleibt im Gemeinderat die gleiche: Auf dem Grundstück des alten Löwen soll ein Projekt realisiert werden.

Jean-Marc Groh (FDP), Bauvorstand: «Wichtig, dass der Souverän entscheiden konnte.» Groh bekräftigt, dass die Gemeinde die Kilchberger in die Suche nach einem Projekt einbinden wollte und dies eine gute Initiative gewesen sei. Das Gründstück, auf dem der alte Löwen gestanden habe, sei eine heikle Stelle im Dorf. Der Gemeinderat habe mit dem Eigentümer eine Grundlage für ein neues Projekt erarbeitet. Dieses habe den Stimmbürgern nicht gefallen. Groh müsse das akzeptieren. Der Bauvorstand hat den Wunsch der Kilchberger nach einem wiederauferstandenen Löwen gespürt. Doch es sei eine private Liegenschaft, und der Entscheid liege bei Walter Ruchti.

Nicholas Walti, Anwohner: «Das Nein ist ein Triumph aller, die sich gegen die Parteiparolen gestellt haben.» Der Anwohner fühlt sich in seinem Engagement in der Opposition bestätigt. Er habe Hoffnung geschöpft, sagt Walti, als er hörte, wie unstrukturiert die Voten der Parteien gewesen seien. Er sieht nun Bauvorstand Jean-Marc Groh in der Pflicht, seine Verantwortung wahrzunehmen. Die Exekutive habe ihre Möglichkeiten noch nicht ausgeschöpft und ihre Hausaufgaben noch nicht gemacht.

Walter Ruchti, Bauherr: «Nun muss ich den architektonisch schlechteren Entwurf bauen.» 300 000 Franken hat der Architekt seit dem Baustopp ausgegeben. Nun will er sein erstes Projekt nochmals einreichen. (dst)

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