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Abstimmung: Wallisellen heisst Sanierungsvorlage gut

Für rund 6,6 Millionen Franken erhält die Gemeinde Wallisellen einen neuen Saal. Das Resultat war aber weniger deutlich als zuvor erwartet.

Von Fahrettin Calislar und Manuela Moser Wallisellen – Mit 2370 Ja zu 1801 Nein stimmten die Walliseller Bürgerinnen und Bürger der Vorlage zur Sanierung ihres Gemeindesaals gestern Sonntag zu. Das bedeutet eine Ja-Quote von 56,8 Prozent. Die Gemeinde Wallisellen erhält nun für einen Nettokredit von 6,6 Millionen Franken eine Art Kongresszentrum. Im Vorfeld hatten alle Ortsparteien trotz der relativ hohen Kosten dem Bauprojekt ihre Unterstützung zugesagt. Rund 100 Stimmzettel waren leer oder ungültig. Die Stimmbeteiligung betrug rund 52 Prozent. «Der Gemeinderat ist sehr froh, dass diese für die Gemeinde bedeutende Vorlage angenommen wurde», sagte Gemeindeschreiber Urs Müller gestern auf Anfrage. Die Tatsache, dass sich die finanzielle Lage der Gemeinde Wallisellen verschlechtert hat, könnte den unerwartet hohen Nein-Stimmen-Anteil erklären, meinte Gemeindeschreiber Urs Müller weiter. Der Grund für die Zustimmung wird wohl im Alter und dem Zustand des Gebäudes liegen. Der Saal wurde 1976 eröffnet und erhielt seither keine Renovation im grösseren Stil. Die Folge ist eine hohe Lärmbelästigung der Nachbarschaft, deshalb wird die Gebäudehülle nun schallisoliert und erhält ein neues Dach. Auch die Technik wird saniert. An der Südfassade wird das Gebäude ausserdem verlängert, sodass eine Lounge, eine neue Orangerie und ein Ausgang mit Behinderten-WC entstehen können. Auch ein Fumoir ist geplant. Der Baustart wird für Januar 2012 erwartet, auf die Walliseller Musikfestwochen im Frühherbst 2012 hin soll das sanierte Gebäude wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Im dritten Wahlgang besetzt Oberglatt – Der fünfte Sitz der evangelisch-reformierten Kirchenpflege Oberglatt ist nun besetzt. Urs Schmid, übernimmt voraussichtlich das verwaiste Ressort Diakonie und Seelsorge. Er wurde mit 21 von 43 gültigen Stimmen gewählt, dies, obschon er eigentlich offiziell gar nicht für das Amt kandidiert hatte. Er habe die Wahl klar angenommen, erklärte die Präsidentin der Kirchenpflege Oberglatt, Liselotte Mahler, «das Pfarramt und die Kirchenpflege sind glücklich über diese Zusage». Sie freue sich, mit Schmid zusammen, das Kirchenschiff von Oberglatt auf erfolgreichem Kurs zu halten und neue Ziele anzustreben. 22 Stimmen gingen an Vereinzelte, ganze 135 Wahlzettel waren leer oder ungültig eingelegt. Die Wahlbeteiligung betrug rund 13 Prozent. Der Wahlgang von gestern war bereits der dritte Versuch zur Komplettierung der Kirchenpflege. Die reformierte Kirchgemeinde Oberglatt hat rund 1400 Stimmberechtigte. Die nationalen Vorlagen Das Zürcher Unterland stimmte bei den drei eidgenössischen Vorlagen ähnlich wie der ganze Kanton. Die Ausschaffungsinitiative der SVP wurde deutlich angenommen, die höchste Zustimmung wurde mit über 76 Prozent in Höri verzeichnet. Der Gegenvorschlag von Bundesrat und Parlament fand keine Gnade, Dietlikon kam mit rund 47 Prozent Ja noch am nächsten an eine Zustimmung. Diesem Ergebnis entsprechend entschieden sich die Unterländer auch in der Stichfrage für die Initiative. Die einzige Ausnahme war Regensberg, welches weder die Initiative noch den Gegenvorschlag annahm. Die Steuergerechtigkeitsinitiative der SP hatte in keiner Gemeinde eine Mehrheit. Am meisten Ja-Stimmen erhielt sie in Wasterkingen mit 42,6 Prozent.

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