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Abschied vom Magier

Final 6 waren auch die letzten Kloten-Auftritte von Rintanen und Von Gunten.

Von Silvan Schweizer undEtienne Wuillemin, Kloten Als die finalen Sekunden liefen und die Flyers ihre letzten verzweifelten Ver-suche unternahmen, stand einer nicht mehr auf dem Eis: Kimmo Rintanen. Zehn Jahre war er in Kloten der Magier gewesen, der finnische Techniker mit dem einmaligen Laufstil. Und nun, da Anders Eldebrink seine stärksten Leute benötigte, gehörte der 37-Jährige nicht mehr dazu. Eine Überraschung war das allerdings nicht mehr: Der stille Flügelstürmer hatte im Playoff gerade einmal fünf Punkte gesammelt und dezent aufgespielt. Mit der Schlusssirene endete Rintanens Kloten-Zeit. Er wechselt im Sommer nach Lugano, genau wie der umjubelte HCD-Stürmer Bednar auf der anderen Seite. Nach dem die Fans der Flyers ihren ersten Frust über den verpassten Titel verdaut hatten, dachten sie als Erstes an ihren finnischen Publikumsliebling – «Rintanen», hallte es immer wieder. Und der Besungene reagierte mit einer für ihn emotionalen Geste: Er schaute in die Fanreihen und klopfte sich mit der Faust aufs Herz.«Ihr wisst alle, wie traurig ich in diesem Moment bin. Aber das gehört zum Leben. Spieler kommen und gehen», sagte Rintanen in die Mikrofons der Reporter. «Das Traurigste ist aber nicht der Abschied, sondern der verlorene Final. Man erhält nicht viele Chancen, um einen solchen Titel zu gewinnen.» Wohl noch einige Zeit werden die Flyers sich fragen: Was wäre wenn? Wenn beispielsweise Luomala nach 50 Minuten, als er vor dem Tor stehend ideal angespielt worden war, den Puck richtig getroffen hätte? Es wäre das 3:3 gewesen. Grenzenloser Frust Auch Patrick von Gunten verabschiedete sich. Der Bieler wechselt nach sechs Jahren in Kloten nach Göteborg in die schwedische Elitserien. «Die Gedanken, dass es mein letztes Heimspiel wird, sind mir erst beim Einlaufen gekommen. Dass es aber auch die letzte Partie überhaupt sein könnte, daran dachte ich gar nicht», erzählt von Gunten. Er fühle nur grenzenlosen Frust, könne seine Gedanken gar noch nicht richtig ordnen. Und er sprach auch über den Ärger darüber, dass Kloten im sechsten Finalspiel seine Powerplay-Chancen nicht habe nutzen können - «das war der Knackpunkt.» Die Show muss weiter gehen Wie Rintanen bedankte sich Von Gunten für die langjährige Unterstützung der Fans und zudem beim Trainerduo Eldebrink/Hollenstein, das ihn mit seinem Vertrauern erst zum Nationalverteidiger gemacht hätte. Die beiden Finals von 2009 und 2011 würden ihm irgendwann wohl trotzdem in guter Erinnerung bleiben. Im Hintergrund bauten die Bühnenarbeiter das Siegerpodest wieder ab, und aus den Lautsprechern erklang Queens «The Show must go on» – Die Show muss weiter gehen.

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