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Abgedrückt, weil Nachbar nervte

Ein 43-jähriger Erlenbacher ist vor Obergericht zu einer Geldstrafe verurteilt worden, weil er seinen Staub saugenden Nachbarn mit einem Revolver bedrohte.

Von Peter Meier Der Sachverhalt stand nicht mehr zur Diskussion, wohl aber dessen strafrechtliche Qualifizierung. Einen schönen Julisonntag vor zwei Jahren nutzte ein aus Liberia stammender Küchenbursche dazu, in seinem Erlenbacher Domizil reinezumachen. Der Staubsaugerlärm brachte den Nachbarn derart in Rage, dass er sich lautstark beschwerte, was ihm einen Faustschlag ins Gesicht einbrachte. Die Situation eskalierte. Der Nachbar holte seinen Revolver und hiess den Liberianer mit geladener Waffe, sich bis zum Eintreffen der Polizei nicht mehr von der Stelle zu rühren. Ein Warnschuss in Richtung des Staub saugenden Nachbarn prallte auf den Boden und von dort ans Bein des Liberianers, der eine Schürfwunde davontrug. Kurze Zeit später traf die Polizei am Tatort ein und verhaftete den Schützen. Bereits das Bezirksgericht Meilen taxierte die nachbarliche Intervention mit der Schusswaffe als Lebensgefährdung. Dieser Auffassung hat sich nun auch das Obergericht angeschlossen und das Strafmass noch verschärft. Statt 120 Tagessätze à 50 Franken muss der Verurteilte eine Geldstrafe von 210 Tagessätzen à 30 Franken bezahlen, zusätzlich eine Genugtuung von 500 Franken sowie die Berufskosten von 3000 Franken. Das Opfer ist wegen des Faustschlags schon früher zu einer Geldbusse von 1800 Franken verurteilt worden.

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