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83 Länderspiele sind genug

Faustballerin Simone Estermann trat aus dem Nationalteam zurück.

Von Jean-Pierre Costa Am 5. Oktober 1996 gab Simone Estermann an der Europameisterschaft im tschechischen Stechovice beim 0:2 gegen Österreich ihren Länderspieleinstand. Die Zuspielerin des STV Schlieren war damals 15-jährig. Mit der Silbermedaille gewann sie gleich ihr erstes Edelmetall. Es war der erfolgreiche Beginn einer langen Faustballkarriere auf höchstem Niveau. Mit 83 Länderspielen ist sie mittlerweile die Schweizer Rekordnationalspielerin. Und ihr Palmarès mit einem ganzen WM-Medaillensatz, drei Europameister-Titeln sowie sechs silbernen EM-Auszeichnungen darf sich sehen lassen. Gleichwohl hat sich die 30-Jährige aus Rickenbach ZH durchgerungen, ihre internationale Karriere zu beenden. «Der Entschluss ist mir nicht leicht gefallen. Doch ich möchte in Zukunft meine Freizeit auch mit anderen Dingen verbringen können als nur mit Faustball», sagt die Sporttherapeutin. Mit dem Rücktritt habe sie sich zwar bereits vor ihrer vierten WM-Teilnahme in Chile im vergangenen November befasst. Gereift sei der Entschluss aber erst nach der Rückkehr aus der anschliessenden Entdeckungsreise, die sie auf eigene Faust unternahm. Das Verpassen des eingeplanten Edelmetalls habe allerdings keine Rolle gespielt. «Es ist der richtige Zeitpunkt, sonst nichts.» Nur noch mit dem Verein Schliesslich könne sie auf einige sportliche Höhepunkte zurückblicken. «Der WM-Titel 2002 sowie der Gewinn der Goldmedaille 2009 an der Heim-EM in Zofingen werden unvergesslich bleiben», sagt Estermann. Genauso wie die vielen Freundschaften, die sie im Laufe der Karriere weltweit knüpfen konnte. Doch ganz verloren geht die Zürcherin dem Faustball nicht. Mit Schlieren tritt sie auch in Zukunft in der Meisterschaft an. Und Stephan Jundt, Trainer des Nationalteams, möchte seine ehemalige Spielführerin als Teammanagerin verpflichten. «Ihre Erfahrung ist auch an der Seitenlinie wertvoll.» Simone Estermann.

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