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57 Prozent weniger Salz dank Solewasser

Fällanden nimmt im Winterdienst eine Pionierrolle ein. Der Einsatz von Solewasser statt Salz hat sich bewährt.

Von Sarah Sidler Fällanden – Auch in diesem Winter führt Fällanden seine neue Methode der Schwarzräumung fort. Dazu wurde das neue Kommunalfahrzeug mit einem Sprühbalken versehen. Dieser versprüht Salzwasser auf Trottoirs und Strassen, um der Bildung von Glatteis entgegenzuwirken. Somit sind in der Oberländer Gemeinde nun drei Fahrzeuge unterwegs, die Eis und Schnee mit Solewasser statt Salz bekämpfen. «Die Methode hat sich bewährt», sagt Denise Gloor, Leiterin der Abteilung Bevölkerung und Sicherheit. Sascha Conus, Leiter Werkhof, ist gar «total überzeugt» von dieser neuen Art der Schwarzräumung. Die Gemeinde sparte im vergangenen Winter durch den Einsatz von Solewasser 57 Prozent Streusalz für den Winterdienst ein. Obwohl der Winter lang und kalt war, konnte Fällanden mit der Soletechnik den Salzverbrauch auf 81 000 Kilogramm reduzieren. Das entspricht einer Abnahme um 60 000 Kilogramm – und brachte eine Ersparnis von 12 000 Franken. Ursprünglich war man in Fällanden von einer Salzeinsparung um lediglich 40 Prozent ausgegangen. «Fällanden leistet mit dem Einsatz von Solewasser einen Beitrag zur Entlastung der Umwelt», sagt Gloor. An niederschlagsreichen Wintertagen müssen die Verkehrswege schliesslich bis zu dreimal täglich von Eis und Schnee befreit werden. Werkleiter Conus sagt, dass er zwei ältere Fahrzeuge, die Salz verstreuen, nur noch im Notfall nutzt. Wann immer es geht, lässt er die Solelösung versprühen. Beitrag zum Umweltschutz Denn auch in der Anwendung zeigt die neue Methode Vorteile: Solewasser wird auf den Verkehrsflächen nicht vom Wind verweht, sondern haftet – aufgetragen – sofort auf der Oberfläche. «Die Auftauwirkung setzt unmittelbar ein», sagt Gloor. Das Salzwasser wird entweder direkt in Fällanden angerührt oder von den Rheinsalinen flüssig bezogen. Auf 100 Liter Wasser kommen 30 Kilogramm Salz. Die Systemumstellung wurde im vergangenen Jahr aktuell, weil zwei Salzstreuer des Werkhoffahrzeugparks altershalber ersetzt werden mussten. Die Sprühbalken haben 58 000 Franken gekostet, das neue Fahrzeug 133 000 Franken. Gemäss Gloor waren die Anschaffungen «zwingend nötige Ersatzbeschaffungen». Sie hätten nichts mit dem Wachstum Fällandens zu tun gehabt.

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