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18 Millionen fehlen noch für einen Baustart auf der Halbinsel Giessen

Die Peach Property Group will in Wädenswil 23 Luxuswohnungen bauen. Dass das Projekt wegen geringer Nachfrage stockt, will deren CEO nicht wahrhaben.

Von Pascal Münger Wädenswil &endash Irgendwann wird die Halbinsel Giessen das Zuhause gut betuchter Bürger, die es sich leisten können, bis zu 25 000 Franken für einen Quadratmeter direkt am See zu bezahlen. Die Peach Property Group plant, unter dem Namen «Peninsula» im ehemaligen Industriequartier rund 100 Wohnungen mit einem Verkaufsvolumen von über 200 Millionen Franken zu realisieren. Im Juni errichtete das Unternehmen eine Show-Wohnung für die 23 Domizile im sogenannten Beach House, das als erste von drei Etappen gebaut werden soll, um potenziellen Käufern das Leben direkt am Zürichsee schmackhaft zu machen. Damals waren laut Thomas Wolfensberger, CEO der Peach Property Group, sechs Wohnungen beurkundet, also verkauft, und mit der Fertigstellung der ersten Etappe rechnete er im Jahr 2013. Die «SonntagsZeitung» vermutet jedoch, dieser Termin könnte wanken. Denn gebaut werde erst, wenn 12 Wohnungen verkauft seien, wie Wolfensberger gegenüber der Zeitung sagte. Auf der Website der Firma sind zurzeit 8 Wohnungen als verkauft angegeben und 7 Wohnungen als reserviert. Auf Anfrage bestätigte Thomas Wolfensberger gestern Dienstag, dass momentan mit dem Bau noch nicht gestartet werden könne. Es seien noch zu wenig Wohnungen verkauft. «Ich rechne aber damit, dass wir die nötigen Verkaufsverträge in den nächsten sechs Monaten abschliessen können und einem termingerechten Bezug im Jahr 2013 nichts im Weg steht.»Nun gibt das Unternehmen auch zum ersten Mal exakte Zahlen bekannt, ab welchem Betrag der Bau beginnen kann. In einer ebenfalls gestern versandten Medienmitteilung heisst es: «Der Vertriebsstand beim ‹Beach House› beträgt 43 Prozent des geplanten Vertriebsvolumens.» Davon seien 25 Prozent Beurkundungen und 18 Prozent Reservationen. «Der Bau wird ausgelöst, sobald 43 Prozent des Vertriebsvolumens beurkundet sind.» Bank legte Finanzierung fest Konkret rechnet das Unternehmen also nicht mit der Anzahl verkaufter Wohnungen, sondern mit dem Vertriebsvolumen in Franken. Mediensprecher Siro Barino sagt: «Das geplante Vertriebsvolumen des ‹Beach House›-Projekts beträgt 102 Millionen Franken bei einer Verkaufsfläche von 4745 Quadratmetern. Mit dem Hochbau können wir beginnen, wenn 44 Millionen Franken durch Vertragsabschlüsse sichergestellt sind.» Dies wurde so von der finanzierenden Bank festgelegt. «Wir müssen also noch Wohnungen für rund 18 Millionen Franken beurkunden, bis wir mit dem Bau beginnen können.» Weiter informiert die Peach Property Group in der Medienmitteilung auch, wie es um die anderen geplanten Bauetappen auf dem Giessen-Areal steht. Erweiterung schon aufgegleist Das Projekt «Aquatica», 41 weitere Wohnungen zum Teil in ehemaligen Fabrikgebäuden, wurde im Oktober 2010 bewilligt, doch liege immer noch ein Rekurs vor. Im Dezember erfolgten weitere Verhandlungen. «Bei einem Weiterzug des Rekurses müsste &endash schätzungsweise bis Ende 2012 &endash in nächster Instanz das Verwaltungsgericht eine Beurteilung vornehmen», schreibt die Bauherrin. Letztinstanzlich wäre mit einem abschliessenden Entscheid des Bundesgerichts voraussichtlich 2013 zu rechnen. Für das Projekt «Mews & Gardens» bei den ehemaligen Kosthäusern, wo im Sommer 2011 das Baugesuch eingereicht wurde, erwartet das Unternehmen die Baubewilligung noch in diesem Jahr. Und auch beim Projekt «Dockside» seien Fortschritte zu verzeichnen: «Mit dem Kanton wurde der Schutzvertrag für das historische Gebäude bereinigt.» Sobald dieser rechtskräftig unterzeichnet sei, beginnen die detaillierten Planungsarbeiten für die Einreichung der Baueingabe. Sind Wohnungen für 44 Millionen beurkundet, wird auf Giessen gebaut. Visualisierung: PD

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