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Wassernotstand auf dem Hörnli

Das Berggasthaus auf dem Hörnli geht das Wasser aus. Die Quellen sind versiegt.

Von Silvio Temperli Fischenthal – Das herrliche Spätherbstwetter über der Nebeldecke zeigt auf dem Hörnli seine Schattenseiten. Seit dem 19. Oktober hat es nicht mehr geregnet. Die fünf Quellen, aus welchen die Ausflugsbeiz im Zürcher Oberland ihr Wasser bezieht, sind versiegt. Das bringt den Gastrobetrieb in arge Nöte. Wirt Hansruedi Häne hat aufgrund der anhaltenden Trockenperiode die Menükarte auf ein Minimum reduzieren müssen. Hausspezialitäten wie Älplermagronen oder Älplerrösti kann das Personal nicht mehr auftischen. Abwaschen ist kaum noch möglich, weshalb Speis und Trank in Einweggeschirr aus Plastik serviert werden. «Am Sonntag ging gar nichts mehr, da mussten wir am Vormittag mit Mineralwasser kochen.» Übernachtungen abgesagt Die WC-Anlagen sind seit einer Woche geschlossen. Für die Wanderer stehen draussen drei mobile Toilettenkabinen zur Verfügung. Wer im Haus die Nacht verbringen will, muss ohne Dusche auskommen. Hansruedi Häne rechnet mit Verlusten, weil Gesellschaften bereits gebuchte Übernachtungen absagen, wenn der Wirt sie informiert, dass man aufs Duschen verzichten muss. Hilfe bekommt der Gastrobetrieb aus dem Tal. Aus Bauma und Fischenthal wird vorderhand Wasser aufs Hörnli hinauftransportiert, auch für den nahe gelegenen Bauernhof, in einem gereinigten Milchwagen aus einer Käserei. Wie lange noch, ist ungewiss. So oder so muss sich das Team auf dem Hörnli auf eine längere Durststrecke einstellen. Regen ist weit und breit nicht in Sicht. Höchstens ein paar wenige Tropfen am Samstag, laut Meteo Schweiz weniger als ein Millimeter. Und dann bleibt es wieder trocken, wahrscheinlich die nächsten zehn Tage. Andere Ausflugsrestaurants im Oberland, wie etwa jenes auf dem Bachtel-Kulm, sind von der Trockenheit nicht betroffen, weil sie an die Wasserversorgung aus dem See angeschlossen sind.

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