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Unternehmerfürst gab Einblicke

In Langnau referierte der bekannte Unternehmer und Nationalrat Peter Spuhler vor 400 Geschäftsleuten. Er erzählte von seiner Zeit als Eishockeyspieler und berichtete, wie er aus einer 20-Mann-Firma einen Grossbetrieb machte.

Das Thema scheint zu interessieren: Über 400 Geschäftsleute aus dem Bernbiet folgten der Einladung der Emmentalischen Mobiliar Versicherungs-Genossenschaft. Diese holte im Rahmen der Veranstaltungsreihe «von KMU zu KMU» Nationalrat Peter Spuhler als Gastreferent nach Langnau. Mit im Gepäck hat der SVP-Politiker und Unternehmer denn auch eine klare Botschaft: «Ein Unternehmen muss auch den Mut haben, einen Auftrag abzulehnen, wenn dieser nicht in das firmeneigene Marktsegment passt.» Klein angefangen Er sei früher öfters in Langnau gewesen, «und wir haben meistens verloren», erzählt Spuhler und besinnt sich auf seine Zeit als Spieler beim Grasshopper-Club Zürich und den ZSC Lions. Spuhlers Karriere beschränkt sich jedoch nicht auf das Eishockeyspielen. Der heute 50-jährige Politiker ist Inhaber und CEO der international tätigen Stadler Rail AG mit Hauptsitz im thurgauischen Bussnang. Obwohl das im Schienenbau tätige Unternehmen mittlerweile über 2500 Mitarbeitende beschäftigt und einen Umsatz von 1,2 Milliarden erzielt, begann Spuhlers Erfolgsgeschichte als Besitzer eines KMU. «Mit 100 Prozent Bankfinanzierung habe ich 1989 die Firma erworben», erzählt Spuhler, der an der Hochschule St. Gallen Betriebswirtschaft studierte. Bei der Übernahme zählte das Unternehmen 20 Angestellte, und der Umsatz betrug 4,5 Millionen Franken. In den darauf folgenden Jahren strukturierte Spuhler den Betrieb neu und begann mit der Entwicklung eines auf den modernen Nahverkehr zugeschnittenen Fahrzeugs, dem Gelenktriebwagen (GTW). Mittlerweile ist die Firma an acht Standorten vertreten, darunter in Deutschland und Polen. Der Fokus liege auf den Marktsegmenten Re-gional- und Vorortsverkehr, S-Bahn-Verkehr sowie Strassenbahnen, erklärt Spuhler. Als Nischenprodukt bezeichnet er die Herstellung von Zahnradbahnen. «Hier sind wir weltweit die einzigen Anbieter.» Peter Spuhler betont, dass die Stärke der Firma darin liege, dass sie mit modularen Konzepten den Bahngesellschaften kundenspezifische Lösungen anbieten könne. Den Durchblick behalten Zum Schluss des Anlasses übergibt Enrico Casanovas, der Geschäftsleiter der Emmentalischen Mobiliar, dem als Gast geladenen Politiker nebst einem Rucksack auch eine Taschenlampe. «Für den Fall, dass der Nationalrat einmal den Durchblick verlieren sollte.» Lachend nimmt Peter Spuhler, der seit drei Jahren auch Mehrheitsaktionär der Maschinenfabrik Aebi und Co. AG in Burgdorf ist, das Präsent mit den Worten entgegen: «Die kann ich gut gebrauchen.»Jacqueline Graber >

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