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Initiative Alpbewirtschafter belohnt

Mit dem Bau der Alpkäserei Gantrischli wurde im Muscherental nicht nur eine alte Tradition belebt. Die Selbstvermarktung erhöhte auch die Wertschöpfung. Für diese Initiative wurde die Käsereigenossenschaft ausgezeichnet.

Im Rahmen einer kleinen Feier konnten die Verantwortlichen der Alpkäserei Gantrischli im Muscherental gestern Donnerstag den Preis für innovative Berglandwirtschaft in Empfang nehmen. Der mit 25000 Franken dotierte Preis ist eine Einrichtung des Migros-Genossenschafts-Bundes (MGB). Projekte, die sich um den Preis bewerben, werden von der Interessengemeinschaft (IG) Schweizer Bergprodukte, die unter dem Präsidium von Nationalrat Toni Brunner steht, juriert. Brauchtum und Tradition Gemäss Jürg Maurer, stellvertretender Leiter der Direktion Wirtschaftspolitik des MGB , soll mit dem Preis die Initiative der Bauern belohnt werden, denen es mit der Einrichtung der Alpkäserei Gantrischli und der Selbstvermarktung gelungen ist, die Wertschöpfung ins Muscherental zurückzuholen. «Sie verbinden mit Ihrer Initiative Brauchtum und Tradition», hielt er fest. Ein solcher Betrieb müsse aber auch heutigen Anforderungen entsprechen, und das habe seinen Preis. Und deshalb werde er auch unterstützt. Martin Schläpfer, Leiter der Direktion Wirtschaftspolitik des MGB, erinnerte daran, dass die Migros mit 3200 Arbeitsplätzen der wichtigste Arbeitgeber im Kanton sei und gute Beziehungen zu den Bauern pflege. Zurzeit investiert sie in Estavayer-le-Lac rund 100 Millionen Franken. Es soll einer der modernsten Milchverarbeitungsbetriebe in Europa entstehen. Lösungen suchen Ziel der IG Bergprodukte sei es, möglichst die ganze Wertschöpfungskette zu kontrollieren, meinte Toni Brunner. Er ist überzeugt, dass die IG ein Vorbild im gegenwärtig laufenden Milchkrieg, der sich europaweit ausdehne, sein könnte. «Wir müssen versuchen, den Milchpreis in den Griff zu bekommen», meinte er und betonte, dass dies nur über die Milchmenge möglich sei. «Der Preis ist für uns eine grosse finanzielle Erleichterung», betonte Kurt Schneider, Präsident der Käsereigenossenschaft Muscherenschlund. Konnte doch mit dem Geld im Reifungskeller in Plaffeien die notwendige Kühlanlage eingebaut werden. Plaffeiens Ammann Otto Lötscher wies auf die grosse Bedeutung und lange Tradition der Alpwirtschaft in seiner Gemeinde hin. ja/hus >

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