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Statthalter greift nicht ein

Regierungsstatthalter Franz Haussener duldet das Treiben im Szenelokal in der Burgdorfer Oberstadt «stillschweigend».

«Es wird höchste Zeit, dass Regierungsstatthalter Franz Haussener das Lokal schliesst, falls die Gäste weiterhin Betäubungsmittel verkaufen und konsumieren»: Das forderte der Burgdorfer Oberstadtbewohner Francesco Rappa in dieser Zeitung mit Blick auf die Drogenszene im «Pöstli». Auf ein Durchgreifen des Statthalters kann der BDP-Stadtrat lange warten: «Das ‹Pöstli› ist ein sauberes und ordnungsgemäss geführtes Restaurant», sagt Haussener. Dass in der Beiz «hin und wieder etwas läuft», sei bekannt. «Doch wenn wir die Drogenszene aus dem ‹Pöstli› vertreiben, wechselt sie einfach ihren Standort.» Deshalb plädiere er für ein «stillschweigendes Dulden». Im Übrigen könnte er erst einschreiten, wenn jemand Anzeige erstattet. «Pöstli»-Pächter Hans Järmann hatte Anfang Woche öffentlich erklärt, dass das Kiffen in seiner Beiz erlaubt sei. Dagegen, sagt Haussener, könne er nichts unternehmen: «Ich bin die Bewilligungsbehörde und nicht das Kontrollorgan.» Im «Pöstli» zum Rechten zu sehen, sei Aufgabe der Polizei. «Und dieser Aufgabe kommt sie nach, indem sie Razzien durchführt.» Rappa hatte diese Kontrollen einen «Missbrauch» von Polizeikräften genannt. Haussener winkt ab: «Auch dafür ist die Polizei da.» Johannes Hofstetter>

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