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Auch IG Nord hält an Initiative weiter fest

Der Regierungsrat lehnt die Volksinitiative «für eine faire und ausgewogene Verteilung des Fluglärms» ab. Doch die IG Nord empfindet dies als Affront.

Bülach. – Geboren worden war die Fairflug-Initiative von den Fluglärmgegnern östlich des Flughafens. Sie verlangt, dass während der deutschen Sperrzeiten die an- und abfliegenden Maschinen unter Berücksichtigung von Zeitfenstern auf alle Regionen verteilt werden. Unterstützt wurde der Vorstoss auch von der IG Nord mit Sitz in Bülach. Dass der Regierungsrat die Initiative nun abgelehnt hat, überrascht den IG-Nord-Präsidenten und Stadtrat von Bülach, Hanspeter Lienhart, keineswegs. «Spätestens seit Annahme des Zürcher Fluglärm-Indexes ist klar, was das öffentliche Zürich verfolgt: eine Flughafenpolitik der kanalisierten Flugbewegungen über den Norden.» Nicht ohne Grund hätten deshalb sämtliche IG-Nord-Gemeinden mit Ausnahme von Eglisau an der Urnenabstimmung vom 25. November dieses Jahres gegen den Zürcher Fluglärm-Index (ZFI) gestimmt. Begründung überzeugt nicht

Der Regierungsrat begründet die Ablehnung der Fairflug-Initiative damit, dass sie dem Volksentscheid vom November sowie dem Umweltschutzrecht widerspricht. Diese sehen vor, dass der Flugverkehr möglichst über bevölkerungsarme Gebiete gelenkt wird. Die Annahme der Fairflug-Initiative, so die Argumentation des Regierungsrats weiter, würde aber zu einer Erhöhung der stark belästigten Personen führen. Hanspeter Lienhart ärgert sich aber über diese Begründung. «Der Kanton will die Bevölkerung, die jetzt am stärksten leidet, unter dem Lärmteppich verwahren. Dagegen müssen wir uns im Norden weiterhin wehren.»

Unbestritten ist laut dem Interessenverbands-Präsidenten Hanspeter Lienhart daher auch, dass die IG Nord weiterhin an der Fairflug-Initiative festhalten wird.

Auch Rolf Menke, Sprecher des Initiativkomitees aus dem Osten, hält die Begründungen des Regierungsrates für «unfundiert». Als Nächstes wird der Kantonsrat über die Initiative beraten. Zu einer Volksabstimmung kommt es voraussichtlich im Jahr 2009.

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