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Entwicklungsprojekt in ThunZonenplanänderung wird breit akzeptiert

Die Zonenplanänderung für die Erneuerung der Siedlung an der Bubenberg- und Von-May-Strasse in Thun ist in der Mitwirkung auf Zustimmung gestossen. Nun geht das Geschäft vorerst zum Kanton.

Die Mehrfamilienhäuser mit den braunen Dächern in der Bildmitte sollen abgerissen und neu gebaut werden.
Die Mehrfamilienhäuser mit den braunen Dächern in der Bildmitte sollen abgerissen und neu gebaut werden.
Foto: PD

Die drei Gebäudekomplexe der Pensionskasse Previs Vorsorge mit insgesamt 72 Mietwohnungen an der Bubenberg- und Von-May-Strasse im Thuner Bostudenquartier stammen aus den 1980er-Jahren und sind sanierungsbedürftig. Sie sollen durch eine neue Wohnüberbauung ersetzt werden, denn eine Sanierung ist laut der Stadt «aus energetisch-ökologischen, städtebaulichen und wirtschaftlichen Gründen keine Option». Für das Bauprojekt bedarf es auf der rund 8900 Quadratmeter grossen Fläche einer Zonenplanänderung, zu der sich die Öffentlichkeit im Rahmen der Mitwirkung äussern konnte.

Am Montag hat die Stadt Thun in einer Medienmitteilung nun über die Resultate der Mitwirkung informiert: «Das Vorhaben stösst bei den 19 Mitwirkenden – davon fünf politische Parteien, vier Organisationen, der Neufeld-Leist und neun Privatpersonen – auf breite Akzeptanz.» Insbesondere gewürdigt worden sei das qualitätssichernde Verfahren für eine zeitgemässe Stadtverdichtung.

Förderung der Biodiversität

«Die Stadt Thun nimmt die Forderung einiger Eingaben auf, Vorschriften zur Bepflanzung der Gebäude und des Aussenraums in der Zone mit Planungspflicht (ZPP) detaillierter festzulegen», heisst es weiter. So sollen etwa Flachdächer begrünt und die Siedlung mit Pflanzen, welche die Biodiversität fördern, bestückt werden.

In der ZPP schreibe die Stadt zudem fest, dass die Bauherrschaft ein Betriebskonzept Mobilität sowie ein Energieversorgungs- und -anwendungskonzept vorlegen müsse, das eine «nachhaltige, umweltfreundliche Siedlung» gewährleisten soll. In der Mitwirkung wurden entsprechende Forderungen gestellt. In der ZPP wird überdies maximal ein Einstellhallenplatz pro Wohnung zugelassen.

Anfang 2021 im Stadtrat

Auf die Forderung nach einem Anteil von 30 bis 40 Prozent für gemeinnützigen Wohnungsbau geht die Stadt dagegen nicht ein. «Die Erneuerung und Stärkung von Wohnbaugenossenschaften ist zwar ein wichtiges Ziel der städtischen Wohnstrategie 2030, das Areal der Previs im Bostudenquartier gehört allerdings nicht zu den geeigneten Gebieten», steht in der Mitteilung.

Nach der Vorprüfung durch den Kanton und der öffentlichen Planauflage soll die Zonenplanänderung im Frühling 2021 im Stadtrat behandelt werden. Dessen Beschluss wird dem fakultativen Referendum unterstehen. Im Sommer 2021 soll dann die rechtsgültige Planung vorliegen; danach folgen ein Architekturwettbewerb und das Baubewilligungsverfahren.