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Neue Regeln für FitnessstudiosYoga- und Pilatesstunden sollen möglich bleiben

Die Sport- und Fitnesszentren im Kanton Bern sind seit dem letzten Freitag für die breite Öffentlichkeit geschlossen. Nun wurden aber Ausnahmen definiert.

Spezielle Yoga-Stunden in grossen Gruppen, wie hier 2018 im Historischen Museum, bleiben untersagt. In kleinen Gruppen und mit genügend Abstand sollen sie jedoch möglich bleiben.
Spezielle Yoga-Stunden in grossen Gruppen, wie hier 2018 im Historischen Museum, bleiben untersagt. In kleinen Gruppen und mit genügend Abstand sollen sie jedoch möglich bleiben.
Foto: Nicole Philipp

Wer im Besitz eines Fitnessabos ist und dieses tatsächlich auch regelmässig benutzt, steht seit dem letzten Freitag vor verschlossenen Türen. Im Zuge der zweiten Corona-Welle schlossen die Berner Behörden sämtliche Fitnessstudios im Kanton. Auch Kletterhallen, Eisbahnen oder sonstige Sporteinrichtungen sind für die generelle Nutzung seither verboten.

Nun kommt der Regierungsrat den Sportlerinnen und Sportlern etwas entgegen – jedoch nur ein kleines Stück. Wie an der gemeinsamen Pressekonferenz am Mittwoch bereits angekündigt, sollen gewisse Aktivitäten weiterhin erlaubt sein. So etwa geleitete Yoga- oder Pilatestrainings mit bis zu 15 Personen. Wer ein solches Training leitet, muss jedoch genau Auskunft geben können, wer daran teilgenommen und zu welcher Uhrzeit es in welchem Raum stattgefunden hat.

Für den Grossteil der Breitensportler wird sich mit dem Entscheid allerdings nichts ändern. Nicht nur individuelle körperliche Ertüchtigungen in Fitnessstudios bleiben verboten. Auch sämtliche Sportarten, wo es zu Körperkontakt kommt, bleiben auf der roten Liste. Einzig geleitete Aktivitäten, wo der Mindestabstand eingehalten werden kann, sind somit erlaubt.

Mit dieser Präzisierung wolle man Trainings weiterhin ermöglichen, schreibt die Regierung in ihrer Medienmitteilung. Unter den neu definierten Bedingungen liessen sich ein unkontrolliertes Kommen und Gehen sowie Massierungen im Garderobenbereich vermeiden. Solche Menschenansammlungen, die in Sport- und Fitnesszentren entstehen können, will die Regierung dringendst vermeiden, um die Corona-Fallzahlen wieder runterzubringen.

Klarheit schafft die Regierung auch bezüglich Turn- und Mehrzweckhallen. Diese bleiben weiterhin offen – ausser eine Gemeinde beschliesst von sich aus eine Schliessung. Auch in solchen Räumlichkeiten dürfen allerdings nur Sportaktivitäten ohne Körperkontakt ausgeübt werden. Ebenso gilt die Maximalzahl von 15 Personen und dass die Trainings geleitet werden.

Die beschlossenen Massnahmen gelten im Kanton Bern bis zum 23. November.

3 Kommentare
    Giulio Iannattone

    Das ist leider sehr oft so - Verbote und Gesetze sind nur für/wegen unvernünftigen Personen da. Wenn Alle sich einig sind und mitmachen, dann braucht es keine Vorschriften.

    @Silvia Brand: Ihr Center hat es sehr gut gemacht! Schade dass dieses Vorbild nicht überall nachgeahmt wurde.

    Schön ist doch zu sehen, dass der Kanton Regeln nachträglich auch vernünftig anpassen kann. Evtl. werden weitere Anpassungen folgen.