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Als Zeichen der SolidaritätYB-Spieler verzichten auf Lohn

Spieler, Trainerstab sowie Geschäftsleitung der Young Boys verzichten während der Corona-Krise auf einen Teil ihres Gehaltes. Die genaue Summe bleibt aber unbekannt.

Am Montag haben die Young Boys den Trainingsbetrieb wieder aufgenommen. Am Dienstag verkünden sie, dass Spieler, Trainerstaff sowie Geschäftsleitung auf Teile ihres Lohnes verzichten.
Am Montag haben die Young Boys den Trainingsbetrieb wieder aufgenommen. Am Dienstag verkünden sie, dass Spieler, Trainerstaff sowie Geschäftsleitung auf Teile ihres Lohnes verzichten.
Foto: Marcel Bieri

Die Spieler und der Trainerstaff der ersten Mannschaft sowie die Geschäftsleitung des BSC Young Boys verzichten auf Teile ihres Lohns. Dies teilt der Verein am Dienstag in einer Medienmitteilung mit. Um wie viel es sich dabei handelt, bleibt unkommentiert.

Mit dem Team und dem Stab wurde zudem vereinbart, dass auch bei «Geisterspielen» nicht die vollen Entschädigungen ausbezahlt werden. In der Zeit der fehlenden Einnahmen werde das Geld dafür eingesetzt, die Klubkasse zu entlasten und die Lohneinbussen der übrigen rund 140 – teilweise in Teilzeitmandat – fest angestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Monaten Mai und Juni zu kompensieren. Die Mitarbeitenden würden somit trotz Kurzarbeit ihren ganzen Lohn erhalten.

«Jeder hat gezeigt, dass er den Weg mit YB solidarisch weitergehen will.»

Sportchef Christoph Spycher

Die Gespräche mit den Spielern und dem Trainerstaff geführt hat Sportchef Christoph Spycher. «Bereits zu Beginn der Corona-Krise haben alle signalisiert, dass sie sich der Ausnahmesituation bewusst sind und sich solidarisch zeigen wollen», wird Spycher in der Mitteilung zitiert. «Es war uns aber wichtig, nicht einen Schnellschuss zu produzieren, sondern die Ideen mit der nötigen Sorgfalt und Weitsicht zu diskutieren.»

Wichtig sei ihm dabei der persönliche Austausch gewesen – eine solche Angelegenheit werde nicht via Telefon- oder Videokonferenz besprochen. «In diesen Gesprächen haben wir sehr schnell Lösungen gefunden, die das Verantwortungsbewusstsein aller Beteiligten zum Ausdruck bringen. Jeder hat gezeigt, dass er den Weg mit YB solidarisch weitergehen will.»

Lustenberger: «Eine Selbstverständlichkeit»

Auch für Captain Fabian Lustenberger und den Rest der ersten Mannschaft stimme diese Lösung. «Es ist für die Mannschaft eine Selbstverständlichkeit, dass sie sich in diesen Zeiten gegenüber dem Klub und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern solidarisch zeigt», erklärt der YB-Captain. «Wir wollen damit auch zeigen, dass wir die Krise nur gemeinsam meistern können.»

Ebenfalls erfreut ist Hanspeter Kienberger, Präsident des YB-Verwaltungsrats. Er sagt: «Die Tatsache, dass das Team, der Trainerstab und die Geschäftsführung einen Teil ihres Gehalts zur Verfügung stellen, um die Arbeitskolleginnen und Arbeitskollegen zu unterstützen, spricht ebenso für unseren Zusammenhalt wie die Bereitschaft der Mannschaft und des Trainerstaffs, bei Spielen ohne Zuschauer im Stadion auf Teile ihrer Bezüge zu verzichten, um einen Beitrag zur Minderung der laufenden Verluste unserer Unternehmung zu leisten.»