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Leserreaktionen«Wollen wir noch mehr unbedarfte Stimmbürger?»

Meinungen von Leserinnen und Lesern zu aktuellen Themen.

Sollen bald schon 16-Jährige abstimmen dürfen?
Sollen bald schon 16-Jährige abstimmen dürfen?
Foto: Alessandro della Valle (Keystone)

Zu «Nationalrat befürwortet Stimmrecht ab 16»

Stiefmütterlicher Stellenwert

Wollen wir noch mehr unbedarfte Stimmbürgerinnen und Stimmbürger? Solange die Schule dem staatsbürgerlichen Unterricht einen stiefmütterlichen Stellenwert beimisst, kann nicht erwartet werden, dass Schülerinnen und Schüler ohne Berufserfahrung politisch kompetent mitreden können. Zudem kann man erst mit zunehmendem Alter schleichende, spät erkennbare negative Entwicklungen der Wirtschaft und Gesellschaft angemessen beurteilen. Das wissen viele Junge selbst. Es ist ein weiterer Grund für die tiefe Stimmbeteiligung der Jungen. Alex Schneider, Küttigen

Zu «Baufirmen entsorgten illegal Giftabfall aus dem Lötschbergtunnel»

Das muss gestoppt werden

Denken einige Baufirmen nicht an Umwelt und Tiere und dass diese Schaden nehmen könnten? Wollen sie nur den schnellen Profit sehen? Kann es sein, dass aus anderen Tunneln ebenfalls Giftabfall oder ähnliche Substanzen illegal entsorgt werden und das in die Gewässer fliesst? Dies alles muss per sofort gestoppt werden. Martin Fischer, Worb

Zu «Ein Land geht an seine Grenzen»

Für die EU von Interesse

Die Bilateralen I werden von Wirtschaftsverbänden überbewertet. Was stimmt ist, dass das Kündigen der Personenfreizügigkeit wegen der Guillotine-Klausel die Auflösung sechs weiterer Abkommen mit der EU zur Folge hätte. Diese Verträge sind aber nicht nur für die Schweiz von Interesse, sondern auch für die EU, sodass sie bestimmt nicht einfach verfallen, sondern neu ausgehandelt werden würden. Das geschieht aber nur mit Druck, also mit der Annahme der Begrenzungsinitiative. Das Freihandelsabkommen bleibt sowieso bestehen. Der Wegfall der Personenfreizügigkeit verbessert die Situation der Schweizer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und der Lohndruck mindert sich. Mit einem Ja werden die Sozialwerke entlastet, die Zuwanderung abnehmen, das Land von krasser Überbauung verschont und der Personen- und Strassenverkehr in Grenzen gehalten. Hans Hösli, Uetendorf

Verkehr, Lärm und Gedränge

Bei der Abstimmung über die Begrenzungsinitiative müssen wir uns entscheiden: Wollen wir für unsere Nachkommen eine intakte Umwelt oder wollen wir, dass die Schweiz in den nächsten Jahren wegen der Personenfreizügigkeit und der masslosen Einwanderung vom Genfersee bis zum Bodensee zugepflastert wird? Und das, mit allen negativen Folgen wie Verkehr, Lärm und Gedränge. Die Bilateralen I sind mehrheitlich im Interesse der EU abgeschlossen worden. Deshalb ist es unwahrscheinlich, dass die EU diese Verträge kündigen würde. Und wenn doch, könnte die Schweiz das verkraften. Wir hätten vielleicht ein paar Rappen weniger im Portemonnaie – dafür aber weniger Einwohner, mehr Lebensqualität und eine bessere Umwelt. Hans Schindler, Steffisburg

Zitat des Tages

Denken einige Baufirmen nicht an Umwelt und Tiere und dass diese Schaden nehmen könnten? Wollen sie nur den schnellen Profit sehen?

Martin Fischer, Worb

Zu «Von diesem Ja hängt viel ab»

Service-Public-Gesellschaft

Gemäss den Befürwortern des Vaterschaftsurlaubs ist dieser überfällig. Im Extremfall möchten die Initianten 36 Wochen Elternurlaub. Wir bewegen uns in Richtung Service-Public-Gesellschaft. Wir wollen alles, der Staat soll bezahlen. Der Staat sind diejenigen, die arbeiten gehen, ein Einkommen haben und Steuern bezahlen. Adrian Junker, Enggistein

2 Kommentare
    Werner Wenger

    @Alex Schneider: Sie sagen selber, dass sich junge Leute politisch nicht so gut auskennen. Deshalb sei deren Stimmbeteiligung tief. Ich schliesse daraus, dass die 16 jährigen problemlos das passive Stimm- und Wahlrecht erhalten sollen. Ein weiteres Argument dafür: ungefähr 55 Jahrgänge sind bereits und 2 weitere sollen neu Stimm- und Wahlberechtigt werden. Diese 2 Jahrgänge kippen kein Urnengang!